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Remscheid
Mit den Wupper-Tells die Natur entdecken

Remscheid: Mit den Wupper-Tells die Natur entdecken
Mit der Schwebefähre überqueren die Wupper-Tells auf ihren Touren nach Schloss Burg die Wupper. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Der "Flüsterwald" rechts und links der Wupper ist eines der bedeutendsten Naturschutzgebiete des Bergischen Städtedreiecks. Dort leben Eisvogel, Schwarzspecht und Feuersalamander.

Die Wupper-Tells können aber nicht nur über die Fauna erzählen, auch das Wissen um die vielfältige Flora gehört zur Ausbildung dieser Naturführer. Vor fünf Jahren wurde die Interessengemeinschaft der Wupper-Tells auf Initiative der Biologischen Station Mittlere Wupper ins Leben gerufen. Inzwischen hat sich ein fester Kern von zwölf Naturführern gebildet, das Interesse steigt. "Wir sind alle in Natur-, Umwelt- und Landschaftskunde ausgebildet, auch Spielpädagogik und Erzählkunst war im Lehrplan", sagt Ernst Nowak, zertifizierter Wupper-Tell.

Bei den Rundgängen durch die Natur erfahren die Teilnehmer einiges über die Müngstener Brücke oder bekommen Wissenswertes über die einheimischen Fledermäuse zu hören. Die Wupper-Tells haben aber auch einige der Mythen, Sagen und Märchen rund um den Flüsterwald von Burg bis Müngsten im Repertoire. Neben den öffentlichen Führungen bieten die Naturführer auch buchbare Wanderungen mit unterschiedlichen Inhalten zu Wunschterminen an. "Unser Angebot ist für Kindergartengruppen wie auch für Schulklassen aller Altersstufen interessant, aber wir machen auch Termine für Betriebsausflüge, Geburtstagsfeiern oder Wandergruppen. Wir richten uns nach den Wünschen unserer Gäste", sagt Alexandra Clauberg, Kassiererin der Interessengemeinschaft.

Die erste öffentliche Führung startet am 19. April um 6.30 Uhr am Haus Müngsten. Wupper-Tell Guido Weber verspricht den Teilnehmern ein Konzert gefiederter Sänger. Neu im Angebot sind Führungen für Blinde und Sehbehinderte. Rund um das wildromantische "Erlebnis Flüsterwald" können die Naturführer ihren Gästen auch einiges über die anderen Attraktionen im Gebiet erzählen. "Natürlich fahren wir mit ihnen auch über die Schwebefähre und bringen sie nach Schloss Burg, aber unser einzigartiger Naturraum steht selbstverständlich im Mittelpunkt." Das kleine Jubiläum soll mit einem Fest am 7. Juni im Brückenpark gefeiert werden. Bald soll für die Besitzer von Smartphones und Tablets auch eine eigene App auf die Aktivitäten der Naturführer aufmerksam machen.

(wgü)
 
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