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Remscheid
Mit einem Steg näher ans Wasser heran

Remscheid: Mit einem Steg näher ans Wasser heran
Am Stadtparkteich soll ab Herbst das Grün beschnitten werden, um Sichtachsen freizulegen. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Solange es keine Fördergelder für den Stadtparkteich gibt, wollen die TBR das Areal verschönern. Von Christian Peiseler

Der Stadtparkteich dümpelt weiter vor sich hin. Für eine grundlegende Sanierung fehlt der Stadt das Geld. Sie würde 320.000 Euro kosten. Das von vielen Remscheidern geschätzte Areal soll aber nicht einfach seinem Schicksal einer Verlandung überlassen werden. Daher haben sich die Technischen Betriebe (TBR) nun ein paar Ideen einfallen lassen, wie der Stadtparkteich mit wenigen Mitteln vorerst verschönert werden könnte.

Nach Auskunft von Michael Zirngiebl, Geschäftsführer der TBR, sollen die Besucher künftig wieder mehr von dem Teich sehen können. Mit ein paar gärtnerischen Eingriffen sollen Sichtachsen rund ums Wasser wieder hergestellt werden. Das heißt, es werden Birken gefällt, wuchernde Rhododendren an einigen Stellen entfernt und der üppige Schilfbewuchs verkleinert. Durch diese Beschneidungen werden nun wieder Ausblicke möglich, die bisher von Gestrüpp verdeckt wurden.

Die Verschönerung des Stadtparkteichs soll in einem zweiten Schritt fortgesetzt werden. Nach ersten vagen Plänen könnte ein Holzsteg gebaut werden, der bis ans Wasser heranreicht. "Die Besucher können vor dort genau beobachten, wie sich der Stadtparkteich im Laufe der Zeit verändert", sagte Zirngiebel bei der Vorstellung der Pläne in der Bezirksvertretung Alt Remscheid. Weitere Überlegungen sehen vor, das Areal später zu einem Wasserspielplatz umzubauen und einen Felsengarten zu gestalten.

Zirngiebel betonte vor allem in Richtung der Mitglieder des Vereins zur Rettung des Stadtparkteichs, alle Maßnahmen sollen nur die Phase zu überbrücken, solange die Stadt kein Geld für die Kosten der Sanierung ausgeben kann. Keiner solle glauben, die Stadt gebe den Stadtparkteich einfach auf und schaffe Fakten, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, betonte Zirngiebl.

Die Schaffung der Sichtachsen und die neue Bepflanzung mit Sumpfschwertlilien und anderen Gewächsen würden die TBR bezahlen. Veranschlagte Kosten: 25.000 Euro. Für alle anderen Pläne wie den Steg oder den Felsengarten müssten noch genaue Berechnungen angestellt werden. Im Herbst könnte mit den Arbeiten begonnen werden. Die Stadt hat bisher keinen Förderantrag zur Sanierung des Stadtparkteichs stellen können. Der Teich ist undicht, ständig versickert das Wasser. Zudem verfügt er über keine eigene Wasserzufuhr. Um die Aussicht auf Förderung der Investition von 320.000 Euro zu erhöhen, sei ein gemeinsamer Antrag mit Solingen und Wuppertal notwendig. Beide Städte planen ähnliche Projekte in ihren Gebieten. Doch Wuppertal sei noch nicht so weit, hießt es. Die Nachbarstadt könne ihren Eigenanteil noch nicht nachgewiesen. Solange müsse man warten.

Quelle: RP
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