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Remscheid
Mit Fleiß und Weitblick Zukunft gestalten

Remscheid: Mit Fleiß und Weitblick Zukunft gestalten
Der Familienbetrieb hat keine Nachwuchssorgen: Großvater Hermann Geldsetzer (75), der Gründer, Enkel Maximilian Geldsetzer (20), der Azubi, und Vater Stephan Geldsetzer (49), der Geschäftsführer. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Die Firma "Geldsetzer" feiert ihr 50-jähriges Bestehen. Drei Generationen arbeiten in dem Familienbetrieb. Von Stefanie Bona

Heute würde man sagen: Hermann Geldsetzer hat erfolgreich ein "Startup" auf den Weg gebracht. Vor 50 Jahren, am 15. September 1966, setzte der Unternehmensgründer den Grundstein für einen bis heute florierenden Familienbetrieb. Dies geschah mit dem Bewusstsein für solides Wirtschaften und sehr viel Fleiß. Diese Grundsätze hat der Remscheider zunächst an seinen Sohn Stephan weitergegeben und bereitet inzwischen Enkel Maximilian auf die Firmenphilosophie vor.

In einer kleinen Garage am Kremenholl entstand die Firma "Elektro Geldsetzer". Schnell wurden die Aufträge zahlreicher, ein Lehrling wurde eingestellt und eine größere Werkstatt gemietet. Die frühe Ausrichtung auf die Industrie machte sich bezahlt. "Wenn man da einmal gut gearbeitet hat, kommen die Anfragen immer wieder", hat er erfahren. Die Reparatur, Wartung und Instandsetzung - kurz die gesamte Dienstleistung - im Bereich Maschinensteuerung bildet bis heute die Basis für das Geschäftsmodell.

Zum Kerngeschäft zählen weiterhin unter anderem die Installationstechnik für Industrie- und der Bau von Schaltanlagen, Steuerungsbau, Netzwerk-, Mess und Regeltechnik sowie die Fachplanung von Großanlagen. So breit aufgestellt, überstand der Betrieb selbst vergangene Wirtschaftskrisen schadlos. "Im Gegenteil: In diesen Zeiten hatten wir immer gut zu tun", erinnert sich Stephan Geldsetzer, der nach bestandener Meisterprüfung vor 25 Jahren ins väterliche Geschäft einstieg. Sicherheit biete ein breit gefächerter Kundenstamm. Außerdem habe man durch Wartungsverträge ein sicheres Standbein. Was die Geldsetzers frühzeitig und mit Augenmaß geregelt haben, ist die Nachfolge. Vater und Sohn wissen, zu welchen Konflikten es führen kann, wenn man sich auf der Geschäftsleitungs- und Entscheidungsebene in die Quere kommt. "Wir haben immer bestens zusammengearbeitet. Aber jetzt ziehe ich mich in die zweite Reihe zurück", sagt der heute 75-jährige Hermann Geldsetzer. Enkel Maximilian sei für den Betrieb ein Glücksfall, finden Vater und Großvater übereinstimmend. "Schon in der Grundschule war mein Berufswunsch, Chef der Firma Geldsetzer zu werden", erinnert sich der 20-Jährige lachend. Nach bestandenem Abitur am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium absolviert er derzeit eine Ausbildung im Familienunternehmen als Elektroinstallateur. Danach möchte er ein Studium in Richtung Elektrotechnik beginnen, um gut ausgebildet den Betrieb als dritte Generation in die Zukunft zu führen. Bis dahin wird sein Vater das Zepter in der Hand halten, auf den Rat des Firmengründers bauen und sich mit Expansionsgedanken tragen. "Wir müssen wachsen - wie jedes Unternehmen", sagt Stephan Geldsetzer. Ein neuer Standort wäre dazu nicht schlecht, wenngleich die Werkstätten an der Haddenbacher Straße wegen des starken Durchgangsverkehrs und der damit einhergehenden Aufmerksamkeit keine schlechte Adresse sind. Am Freitag wird das stolze Jubiläum gefeiert.

Quelle: RP
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