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Remscheid
Mit Kunstrasen für die Zukunft gerüstet

Remscheid: Mit Kunstrasen für die Zukunft gerüstet
Ein Prosit auf den Platz (v.l.): Stefan Grote, Karsten Mitterholzer, Martin Goldaum, Nancy Lambeck, Thomas Neuhaus, Markus Kötter und Uwe Kotthaus. FOTO: moll
Remscheid. Tura Süd ging auf Sponsorensuche, sparte und investierte Muskelhypothek, um die Modernisierung des Platzes zu ermöglichen. Von Stefanie Bona

Stolz und sehr zufrieden hat der Remscheider Sportverein Tura Remscheid-Süd gestern Vormittag mit geladenen Gästen seinen neuen Kunstrasenplatz eingeweiht. Die Sportanlage hinter dem Vereinsheim an der Steinackerstraße kann sich sehen lassen. Die 99 mal 67 Meter große Fläche wird von einer 250 Meter langen Rundlaufbahn ergänzt, es gibt eine neue Weitsprunggrube, ein neues Gerätehaus und neue Spielerkabinen.

Vor ein paar Jahren habe man von einer solchen Entwicklung nur träumen können, bekannte Vereinsvorsitzender Karsten Mitterholzer. "Dem Verein ging es schlecht. Finanziell standen wir mit dem Rücken zur Wand", erinnerte er sich. Durch eisernes Sparen und ein großes Gemeinschaftsgefühl unter den engagierten Mitgliedern, die sich vielfach selbst auf Sponsorensuche - etwa für die Anschaffung neuer Ausstattung für die Fußballmannschaften - machten, habe man die Wende geschafft. Heute sei der Verein schuldenfrei, ergänzte er im Gespräch mit der BM. Großen ehrenamtlichen Einsatz zeigten viele Mitstreiter auch bei der Vorbereitung des Geländes für den späteren Aufbau der Anlage durch die Profis.

Zudem wurde ein Eigenanteil zur Finanzierung geleistet. Bislang sei man bei der "wahrscheinlich schönsten Kunstrasenanlage" in der Stadt mit den Kosten im Rahmen geblieben, sagte Sportdezernent Thomas Neuhaus. 855.000 Euro waren eingeplant, 642.000 wurden bislang erst ausgegeben, obwohl es zu Beginn Schwierigkeiten gab, weil die Beseitigung von Altlasten das Budget belasteten. Auch Sponsoring - darunter eine Großspende in Höhe von 5000 Euro durch die Stadtsparkasse Remscheid - trug zur Realisierung bei. "Wir unterstützen die Vereine gerne. Denn sie bieten außerhalb von Elternhaus und Schule soziale Anknüpfungspunkte", erklärte Sparkassen-Vorstand Michael Wellershaus.

Karsten Mitterholzer und sein Vorstandsteam hoffen, dass der Kunstrasenplatz dem Vereinsleben neue Attraktivität verleiht. "Einen Schub hat es schon gegeben, wir hoffen, dass es so weitergeht." Denn bei den jungen Kickern und ihren Eltern sei das Spielen auf Aschenplätzen zunehmend unbeliebt. So dankte er ausdrücklich Stefan Grote, Bürgermeister des Südbezirks, der sich sehr für den Bau des neuen Platzes stark gemacht habe. Dezernent Neuhaus blickte indes in die Zukunft. Jetzt habe man im Rahmen des Kunstrasenprogramms noch Hackenberg und Reinshagen "vor der Brust". Wenn dies geschafft sei, könne man bald damit starten, die ersten Plätze zu erneuern. "Das ist alle 15 Jahre der Fall", verwies er auf den erneut hohen Investitionsbedarf.

Quelle: RP
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