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Vorschau Nacht Der Kultur
Mit Malerei und Musik durch die Nacht

Vorschau Nacht Der Kultur: Mit Malerei und Musik durch die Nacht
Constanze Epe und Gundis Friege freuen sich auf möglichst viele Besucher zur Ausstellung in der Werkstatt an der Hindenburgstraße 60. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Am Samstag erwartet Besucher ein vielfältiges Programm. Malerwerkstätten Epe zeigen Werke von Heinz Friege. Von Stefanie Bona

Die "Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen" ist ein Höhepunkt im Remscheider Veranstaltungskalender, findet Constanze Epe. "Und das nicht nur, weil man irgendwas los machen will, wo sonst angeblich nichts los ist. Dieses Event hat wirklich Qualität", sagt die Chefin der Malerwerkstätten Epe, die sich erneut mit einer besonderen Idee an der langen Kulturnacht beteiligt. So wird die große Werkstatt in ihren Geschäftsräumen an der Hindenburgstraße 60 zur Galerie. Rund 60 Werke des vor drei Jahren verstorbenen Remscheider Künstlers Heinz Friege werden an den gut ausgeleuchteten Wänden zu sehen sein. Gundis Friege freut sich, dass sie auf diese Weise noch einmal einen Querschnitt durch das Lebenswerk ihres Mannes zeigen kann. Alle Exponate stammen aus ihrem persönlichen Besitz.

Auf die Auswahl hat sie besonderen Wert gelegt. "Das älteste Bild stammt aus den 1960er Jahren. Sodann gehen wir über das Action-Painting bis zum Jahr 2000", erklärt sie. Somit schließt sich der Kreis von den farbintensiven, abstrakten Gemälden, die eine große Energie ausstrahlen, bis zu den fein konzipierten geografischen Motiven. Und wer genau hinschaut, wird feststellen, wie sehr der aus Dresden stammende Heinz Friege die Remscheider Werkzeugindustrie aufgegriffen hat. "In den vergangenen Jahren waren wir bei der Nacht der Kultur häufig mit actionreichen Events dabei. Diesmal geht es bei uns ein bisschen ruhiger zu, aber gerade das finde ich spannend", sagt Constanze Epe. Allzu gerne ist sie selbst als Kulturhopperin unterwegs, was in diesem Jahr aufgrund der eigenen Veranstaltung nicht möglich ist. Dabei ist das Spektrum in allen Stadtteilen erneut enorm.

Düfte des Orients Es gibt kleine Nischenveranstaltungen, bei denen zum Beispiel in der Hindenburgstraße 57 die Düfte des Orients entdeckt werden können. Ganz in der Nähe gibtQs in der Rechtsanwaltskanzlei Haas und Kollegen in der Martin-Luther-Straße 45 mit Blues, Soul und Reggae was auf die Ohren. Grüße aus dem bergischen "Denglisch-Land" vermittelt der Verein Deutsche Sprache in der Alleestraße 40 durch Lesungen, Wortspiele und Musik.

Varieté Varietè Auf kurzen Wegen können sich die Kulturnacht-Besucher rund ums Teo Otto Theater ins Getümmel stürzen. Im Theater selbst heißt es ab 19.30 Uhr mit den Bergischen Symphonikern "All that Blech". Gleich um die Ecke bietet das Team der Scharffstraße 3 mit "Variété, Variété" ab 19 Uhr einen Abend voller Kleinkunst und Magie. Und schräg gegenüber lockt die Kriminacht in der Zentralbibliothek mit Spannung und viel Musik durch die Bands der Musik- und Kunstschule.

Fotokunst Ein paar Gehminuten entfernt werden in der Kapelle des Stadtfriedhofes Fotografien betrachtet, die den Friedhof in allen Jahreszeiten zeigen. Ein Schwerpunkt der Bildenden Kunst ist wieder der Vaßbendersaal, wo Objekte, Fotografien und Malerei verschiedener Künstler zu sehen sein wird. Ein Wiederhören gibt es mit Henning Paurs New Orleans Wanderers, die ab 21 Uhr auf dem Vaßbenderplatz aufspielen werden.

Stadtteile Nicht zu vergessen sind die Stadtteile außerhalb der Innenstadt. Lennep und Lüttringhausen bringen es gemeinsam auf 25 Veranstaltungen. Im CVJM Saal wird die Nacht der Kultur in Lüttringhausen um 17 Uhr mit einem großen Konzert junger Musiker eröffnet, weiterhin reicht das Angebot von der Krimi-Autorenlesung in der Stadtteilbibliothek Lüttringhausen bis hin zum Bodypainting im historischen Rathaus. Auf dem Weg nach Lennep kann man an der Blume 11 stoppen und sich das Schalendrechseln an der Bandsäge anschauen, bevor in der Röntgenstadt Gedichte und Märchen in der Pfarrkirche St. Bonaventura, Musik mit "Les Fleurs Reunion" im Röntgen-Museum oder der Stummfilmklassiker "Metropolis" in der Lenneper Stadtkirche auf die Besucher warten. Und auch auf dem Hasten, im Westbezirk und in Vieringhausen lassen sich die Kulturschaffenden nicht lumpen, sie zeigen sich kreativ und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. So ist eine Nacht viel zu kurz, um das kulturelle Remscheid in ganzen Zügen zu erleben. Wobei: Durch die Zeitumstellung haben Nachtschwärmer am Sonntag eine Stunde mehr Zeit, um sich vom Kultur-Streifzug zu erholen.

Quelle: RP
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