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Remscheid
Mitarbeiter sorgen sich um Arbeitsplätze

Remscheid. Johnson Controls will sich weltweit von der Automotiv Sparte trennen. 160 Stellen gefährdet.

Die 160 Beschäftigten von Johnsons Controls (ehemals Keiper) machen sich - wie ihre Solinger Kollegen in Merscheid und die rund 350 Mitarbeiter vom Bereich Umformtechnik in Ohligs - Sorgen um ihre Zukunft. Völlig überraschend nicht nur für die Remscheider Belegschaft - Johnson Controls hatte vor Jahren Keiper, den Spezialisten für Sitztechnik gekauft - verkündete der Konzern nämlich Mitte Juni, den weltweiten Verkauf der Automotive-Sparte mit etwa 80 000 Beschäftigten. "Allerdings ist der Weg noch nicht klar. Denkbar wäre ein Verkauf, die Bildung eines Joint Ventures oder ein Börsengang der Sparte", teilte gestern die Industriegewerkschaft Metall Remscheid-Solingen mit.

Die Betriebsräte an den drei Standorten in Remscheid und in Solingen fordern mehr Mitbestimmung und auch Arbeitsplatzsicherheit beim möglichen Verkauf der Automotive-Sparte. "Es geht ganz konkret um die Zukunft der Arbeitsplätze dieser Sparte, unabhängig davon, welche Option gewählt wird", heißt es in Grundsatzvereinbarung der Betriebsräte. Sie möchten von der Konzernspitze über den Verlauf des Verfahrens unterrichtet werden und mitwirken. Betriebsräte und die IG Metall fordern von der Geschäftsführung von Johnson Controls ein standortübergreifendes Verfahren. Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben, genauso die Tarifbindung, heißt es. Überdies müssten Betriebsvereinbarungen bestehen bleiben.

Die Erklärung wird in den nächsten Tagen für die etwa 7000 Beschäftigten an allen insgesamt 15 deutschen Standorten an die jeweiligen Geschäftsleitungen von Johnson Controls übergeben. Die Europazentrale des Konzerns ist in diesem Jahr von Burscheid nach Haan umgezogen.

(cip)
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