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Remscheid
Mut zur Farbe und zum Experimentieren

Remscheid. Reinhard Sander präsentiert seine erste Einzelausstellung im Kundencenter der Stadtsparkasse. Von Cristina Segovia Buendia

Hobbykünstler Reinhard Sander eröffnete gestern seine erste eigene Kunstausstellung im Kundencenter der Stadtsparkasse. Unter dem Titel "Farbimpressionen" stellt der 73-Jährige einen beeindruckenden Querschnitt seines Könnens vor. Noch bis zum 20. Oktober kann die Ausstellung besucht werden.

Farben setzt der Reinhard Sander in seinen Werken gekonnt in Szene: Sein Gespür für Bildkompositionen, sei es abstrakter oder gegenständlicher Natur, fallen sofort ins Auge. Ästhetik und Gestaltung spielte für den gebürtigen Hamburger und gelernten Grafiker, der seit 46 Jahren in Remscheid verwurzelt ist und jahrelang als Werbefachmann in der Industrie tätig war, schon immer eine große Rolle. Er versteht es, den Blick des Betrachters einzufangen und an die richtige Stelle zu lenken.

Für die Malerei habe er sich zwar schon immer interessiert. Im Alter von 20 Jahren besuchte er beispielsweise eine Werkkunstschule in Hamburg. Doch Muße dafür fand er erst im Ruhestand. In den letzten acht Jahren etwa sind die meisten seiner 45 ausgestellten Werke entstanden. Neben einem feinen Sinn für Ästhetik verfügt der 73-Jährige über Erfahrungen mit verschiedenen Techniken. Er experimentiere gerne, erzählt er. "Ich arbeite mit Pastell und Acryl, manchmal auch mit Aquarell und probiere verschiedene Materialien aus, mische manchmal Spülmittel in die Farben oder verdünne sie mit Wasser." Eines seiner ausgestellten Bilder bestehe sogar aus Motoröl, in dessen Verläufen interessante Strukturen entstanden sind. Der Pinsel alleine füllt Sanders Werke nicht aus. Er spachtelt, mischt Sand unter die Farben, benutzt Metalle und Bleche, mit denen er beispielsweise Collagen erstellt.

Doch Sander widmet sich auch der klassischen Porträt- oder Landschaftsmalerei: etwa Bilder von einem alten Marokkaner im Kaftan auf einem landestypischen Basar oder der See, Landschafen Australiens oder mystische Wälder aus seiner Fantasie. Inspirieren lässt sich der Rentner auf seinen Reisen. "Ich mache immer ganz viele Fotografien und wenn mir etwas gefällt, male ich es." Am liebsten auf schwerem Büttenpapier - "wegen der Struktur." Seine abstrakten Farbkompositionen hingegen entstehen aus der Stimmung heraus. Ein Lieblingsbild habe er nicht, verrät Sander, der zugibt sehr selbstkritisch zu sein. Er freue es sich jetzt auf die Reaktion der Besucher.

Quelle: RP
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