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Remscheid
Nachbarn und Flüchtlinge treffen sich im Backhaus

Remscheid: Nachbarn und Flüchtlinge treffen sich im Backhaus
Treffpunkt Augusta-Hardt-Heim: Trotz Sprachbarrieren kommen Flüchtlinge mit ihren Nachbarn schnell ins Gespräch. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Am Anfang war vorsichtige Skepsis, am Ende herrschte pure Freude und es gab nur lachende Gesichter. Von Stefanie Bona

Das Augusta-Hardt-Heim hatte für Mittwochnachmittag alle im Schulgebäude an der Leverkuser Straße untergekommenen Flüchtlinge in seinen Garten und ins angrenzende Backhaus eingeladen. "Als wir die auf Englisch geschriebenen Handzettel verteilten, hieß es erst: Was ist denn das?", erzählte Daniela Krein, Geschäftsführerin des Betreuungsvereins BAF. Sodann gab es viele Erklärungen seitens der Betreuer.

"Sogar die alte Schulinfrastruktur haben wir genutzt und die Einladung nochmal per Durchsage wiederholt", erzählte sie lachend. Und letztlich kamen alle. Frauen, Männer und Kinder genossen sichtlich ein paar schöne und unbeschwerte Stunden bei gutem Essen und Getränken. Manche blieben zunächst an den Tischen unter sich, andere waren sehr aufgeschlossen und suchten den Kontakt mit den Gastgebern. Gleichzeitig waren auch alle Nachbarn rund um die Schule eingeladen worden.

"Ich wollte die Möglichkeit zur Begegnung schaffen. Denn auf beiden Seiten gibt es viele Fragen", erklärte Augusta-Hardt-Heim-Geschäftsführer Bernd Steinhoff. Ulrich Hennig, früherer Leiter des Röntgen-Museums, wohnt im direkten Umfeld der als Erstaufnahmestation umfunktionierten Schule und war gerne zum Treffen mit den aus vielen Krisenregionen der Welt kommenden Menschen gekommen. "Es klappt alles prima und gibt überhaupt keine Probleme",sagt er.

Dass die Bewohner im Quartier der erst kurzfristig angekündigte Aufnahme der Flüchtlinge offen begegnet waren, bestätigte auch Anwohner Ferdinand Seifert: "Ich habe noch überhaupt keine Kritik gehört." Kai Heumann vom Lenneper Gitarrenzentrum hatte sich bereiterklärt, Musik auf dem Nachbarschaftsfest zu machen. Spontan gabQs dazu ein Tänzchen zwischen einem jungen Mann aus den Reihen der Asylsuchenden und einer Helferin der Johanniter-Unfallhilfe. Seitens der Evangelischen Kirchengemeinde Lennep standen mit Pfarrerin Antje Menn und Flüchtlingskoordinator Pfarrer Charles Donkor zwei Seelsorger als Ansprechpartner bereit.

Quelle: RP
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