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Stadtansichten Westhausen/Reinshagen
Naturparadies mit Wahrzeichen

Stadtansichten Westhausen/Reinshagen: Naturparadies mit Wahrzeichen
Als viele Straßen noch keinen Asphalt hatten - Szene in Müngsten um die Jahrhundertwende. FOTO: Hugo Mende
Remscheid. Das Stadtarchiv hat viele alte Fotos gesammelt. Im äußersten Südwesten der Stadt ist die Müngstener Brücke geblieben. Von Bernd Bussang

Westhausen und Reinshagen - die Stadtteile im südwestlichen Zipfel der Stadt sind heute vor allem als naturnahes Wohn- und Wandergebiet beliebt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Westhausen 1366 als Westhusen. Drei Jahre später finden sich erste schriftliche Hinweise auf den Hof Küppelstein. Das Schloss Küppelstein lag nördlich des heutigen Ortsteils. Es wurde 1893 von der Brauerei Kipper als Ausflugslokal gebaut.

Dort wurde auch 1896, nachdem die letzte Niete eingeschlagen war, der Bau der Müngstener Brücke mit allen Beteiligten und Offiziellen gefeiert. Der Brückenbau war ein weithin beachtetes Verkehrs- und Architekturprojekt der damaligen Zeit, bis heute tut die Müngstener Brücke, die derzeit gestrichen und saniert wird, ihren Dienst und ist ein bergisches Wahrzeichen geblieben.

Das Steinhaus der Familie Halbach FOTO: Hugo Mende

Das Schloss Küppelstein gibt es heute nicht mehr, es wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer zerstört und abgerissen. Auf seinen Mauerresten wurde das Kinderheim Waldhof errichtet, in das 2005 die Evangelische Jugendhilfe einzog. Küppelstein ist zudem ein Ort des Geistes, die Akademie Remscheid hat dort ihren Sitz.

In der Nähe des Hofes Westhausen befand sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein Siechenhaus, das 1712 auf Beschluss der Regierung in Düsseldorf abgerissen wurde.

Auch der benachbarte Stadtteil Reinshagen geizt nicht mit Naturreizen. Das 1925 gebaute Stadion Reinshagen befindet sich dort ebenso wie der Ehrenhain, der an die Gefallenen der beiden Weltkriege und die Opfer des Remscheider Flugzeugabsturzes 1988 erinnert.

Auch wurden in Reinshagen zahlreiche Industriefirmen gegründet. Die von den Brüdern Robert und Heinrich Böker gegründete Bergische Stahl Industrie (BSI) gehört ebenso dazu wie Süberg, der älteste Stahlfingerhersteller der Welt, und das von Hermann Zerver im Jahr 1968 als Werkzeugfabrik eröffnete Remscheider Unternehmen Hazet.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt auch der alte Hof Güldenwerth, der erstmals 1369 erwähnt wurde. Er galt damals offenbar als besonders ertragreich - ein Hof, der viele Gulden wert ist.

Quelle: RP
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