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Remscheid
Neongelb, mobil und bürgernah - die neue Radstreife der Polizei

Remscheid. Acht Beamte, die gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind, übernehmen den Wachdienst auf zwei Rädern und nutzen dabei private Drahtesel. Von Stefanie Bona

Die Remscheider Polizei steigt aufs Rad. Acht Beamte, die auch privat gerne mit dem Fahrrad unterwegs sind, werden den Streifendienst auf zwei Rädern übernehmen. Die Einsatzgebiete wurden danach ausgewählt, wo eine Radstreife sinnvoll erscheint. "Auf den Trassen, im Stadtpark, in Waldgebieten, aber auch in der Innenstadt ist man flexibler als mit dem Einsatzwagen", erklärte Robert Hall, Leiter der Polizeiinspektion Remscheid, als sich die Polizisten auf Fahrrädern gestern den Medien vorstellten.

Von der Dienststelle in Lennep aus, werden die Beamten auf der Balkantrasse und in Lüttringhausen unterwegs sein. Die Hauptwache am Quimperplatz übernimmt den Dienst für Remscheid. Ziel der Radstreifen sei es, mehr Bürgernähe zu zeigen. In das Konzept haben sich die Polizisten aktiv eingebracht. "Ein Streifenwagen ist immer eine Hemmschwelle. Hier werden die Kollegen nicht so schnell angesprochen", sagte Robert Hall. So sollten die Beamten auf dem Rad die Lücke schließen zwischen den Fußstreifen und dem motorisierten Einsatz mit Krad und Auto. Radfahrende Polizisten seien mobiler als die Einsatzkräfte, die zu Fuß unterwegs sind und könnten zudem einen größeren Radius abdecken. Grundsätzlich gilt: Die Beamten sind immer zu zweit unterwegs. Per Funk sind sie stets mit der Dienststelle verbunden und können so auch zu Einsätzen gerufen werden.

Christian Petaicik hat seine erste "Radtour" im Dienst schon hinter sich. "Man erntet zwar erstmal ungläubige Blicke, aber durchweg haben die Bürger sehr positiv reagiert", berichtete der Polizeikommissar. Derlei Präsenz müsse sogar noch mehr verstärkt werden, hatte der junge Polizist von Spaziergängern auf der Trasse des Werkzeugs gehört, die sich dort vor allem an Trinkgelagen stören. Als er zu einer handgreiflichen Streitigkeit zwischen einem Mann und einer Frau auf dem Honsberg gerufen wurde, konnte er schnell dort sein und einschreiten. Ungewohnt ist für Passanten allerdings nicht nur der Beamte auf dem Fahrrad, sondern auch die im Vergleich zur normalen Uniform eher sportive Kleidung, die eigens für die Radstreifen angeschafft wurde. Die neongelben Funktionsshirts und kurzen Hosen sind genauso wie der Fahrradhelm mit dem Aufdruck "Polizei" beschriftet. "Der Dienst auf dem Motorrad wird ja auch in Gelb-Blau versehen. Dieses Bild wird sich nach und nach bei den Bürgern einprägen", ist Polizeihauptkommissar Volker Schumacher, Leiter des Streifendienstes, überzeugt. Die Polizei kann auch Diensträder zur Verfügung stellen. Weil es sich aber empfiehlt, ein Fahrrad individuell für den Nutzer anzupassen, nutzen die Beamten derzeit lieber ihr eigenes. Dies hat Robert Hall ausdrücklich erlaubt - "wenn es den Verkehrsvorschriften entspricht."

Quelle: RP
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