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Thema Schulsport
Neue Innenstadt-Sporthalle bis 2020

Remscheid. Remscheid braucht eine neue Halle für den Schulsport, doch wo soll sie gebaut werden? Dezernent Thomas Neuhaus strebt Standortsuche nach dem Vorbild des aktuellen Berufskollegs-Gutachtens an. Von Henning Röser

Bei der Entscheidung über den besten Standort für den Neubau des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung hat das Verfahren einer systematischen vergleichenden Untersuchung am Ende den Ausschlag gegeben. Nun möchte die Stadt auch bei der Suche nach dem richtigen Platz für den geplanten Bau einer Dreifach-Sporthalle in der Innenstadt eine synoptische Untersuchung starten, die die möglichen Standorte nach einem vorher fest gelegten Kriterienkatalog bewertet. Das sagte Schul- und Sportdezernent Thomas Neuhaus auf BM-Nachfrage. Ob man dafür wieder einen externen Gutachter einschalten werde, sei aber nicht sicher.

Aber die Methodik, die verschiedene Anforderungs-Aspekte mit Noten und Prozentpunkten bewertet, habe ihn überzeugt, sagt Neuhaus. Der Beigeordnete will sich bald mit Vertretern von Schulamt, Sportamt und Sportbund zusammensetzen, um die Untersuchung vorzubereiten.

Die Stadt habe den Hallenbau in ihrer Finanzplanung zuletzt nach hinten verschoben, berichtet Neuhaus. Der bisherige Termin 2018 sei vom Tisch. Wenn das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung im Januar 2020 am Bahnhof einzieht, würde er allerdings "gerne auch das Band für die neue Halle durchschneiden", nennt er seine Ziele.

Dass der Bedarf für eine neue große Halle in der Innenstadt da sei, sei unbestritten, werde auch vom jüngsten Sportstättengutachten der Uni Wuppertal noch einmal bestätigt. Klar sei auch, dass die aus Schulgeldern finanzierte Halle vor allem an den Erfordernissen der Schüler und Lehrer ausgerichtet sein müsse. Für sie müsse die Halle gut erreichbar sein und ausreichend Platz bieten.

Das würde zum Einen für das EMA-Gymnasium gelten, das als Sportgymnasium seit Jahren für den Neubau der Halle auf seinem Grundstück wirbt (Platz wäre da). Aber auch die Albert-Einstein-Gesamtschule steht mit großen Buchstaben auf dem Zettel der möglichen Standorte. Die hier vorhandene Halle habe großen Renovierungsbedarf, sagt Neuhaus. Dass dort unter anderem Geländer wegen Unfallgefahr mit Sportmatten abgepolstert sind, sei "kein akzeptabler Zustand."

Ebenfalls auf die Liste gehöre der vom Sportbund favorisierte Standort am Stadtpark, wo der RTV schon vor vielen Jahren einen Neubau plante. Neuhaus gibt aber zu bedenken, dass aktuell nicht klar sei, wie es mit der derzeit hier angesiedelten Container-Kita weitergeht. Wie berichtet, muss die Stadt in den kommenden Jahren viele neue Kita-Plätze zur Verfügung stellen.

Bei der Finanzierung des Hallenneubaus wird die Stadt prüfen, ob Förderprogramme des Landes genutzt werden können. Eines davon ist das Programm "Gute Schule 2020", das rund 13 Millionen Euro Finanzhilfe für Remscheid vorsieht.

Quelle: RP
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