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Remscheid
Neue Zeiger für Lenneps alte Bahnhofsuhr

Remscheid: Neue Zeiger für Lenneps alte Bahnhofsuhr
Neue Zeiger und Ziffernblätter erhält die Bahnhofsuhr in Lennep derzeit. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Es tut sich was am Lenneper Bahnhof: Die prägnante Turmuhr, die ja seit vielen Jahren nur noch optisches Aushängeschild des aufgegebenen Bahnhofsgebäudes war, steht kurz vor der Wiederaufnahme ihrer Arbeit, schon bald werden die neuen Ziffernblätter und Zeiger installiert. Von Wolfgang Weitzdörfer

Ingo Brögelmann hat das leerstehende Objekt gekauft, um seine Physiotherapie-Praxis von der Kölner Straße an den Bahnhof zu verlegen - und die Praxis gleichzeitig um rund 300 Quadratmeter von bislang 750 auf nunmehr 1050 Quadratmeter zu vergrößern. Im Zuge des Umbaus und der Renovierung des alten Bahnhofsgebäudes wird nun auch ein kleines Detail mit berücksichtigt, das bei Stadt, Bürgern und Anwohnern gleichermaßen für große Freude sorgt: eben jene Turmuhr, die die Zeit in alle vier Himmelsrichtungen anzeigt.

"Das bringt mir zwar natürlich keinen Kunden mehr, aber mir als altem Lenneper war es einfach ein Bedürfnis, die Turmuhr zu bewahren", erzählt der 52-Jährige, der seine Praxis gemeinsam mit seiner Frau Margarete seit nunmehr fast 20 Jahren betreibt. Brögelmann ist seit Kindesbeinen an fest mit dem Stadtteil verbunden: "Ich bin hier im Krankenhaus geboren und vier Häuser vom Bahnhof entfernt aufgewachsen." Die Bahn hatte ihm beim Kauf des Bahnhofsgebäudes gesagt, dass der Turm abgebrochen werden könne - für Brögelmann war das keine Alternative. "Ich war es den Lennepern schuldig, dieses Wahrzeichen zu bewahren", sagt der Physiotherapeut. Das Feedback gibt dem 52-Jährigen recht: "Sowohl von der Stadt, als auch von allen Bürgern, mit denen ich bislang gesprochen hatte, wurde der Schritt begrüßt", sagt Brögelmann.

Die Entscheidung, in das alte Bahnhofsgebäude zu ziehen, ist Brögelmann leicht gefallen. Neben den persönlichen Beweggründen des Lennepers war es eine weitere Voraussetzung, dass die finanzielle Seite des Vorhabens stimmig war. Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist die optimale Verkehrsanbindung: "Sechs Minuten vom Remscheider Hauptbahnhof, vier Minuten von Lüttringhausen, zwölf Minuten von Wuppertal - dazu die zahlreichen Buslinien, die am Bahnhof halten. Es könnte kaum besser sein", sagt Brögelmann. In diesem Zusammenhang sei auch ein Kiosk- und Stehcafé-Angebot angedacht. Brögelmann ist mit zwei Bäckereien im Gespräch, wann genau das Café starten soll, ist indes noch unklar - denn die Praxisräume haben natürlich Vorrang.

Neben dem bisherigen Angebot der Praxis in der Kölner Straße, wird es zur geplanten Neueröffnung im Herbst zwei große Ergänzungen geben: "Neben dem Rehasport, den wir weiter ausbauen werden, wird es ein umfangreiches medizinisches Fitnessgerätetraining geben."

Quelle: RP
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