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Remscheid
Neuer Ärger um Parkverbot am Neuenhof

Remscheid. Bei Testfahrt bekommt die Feuerwehr mit ihrem Drehleiterwagen Probleme. Geänderte Parkverbotsregelung bringt Anwohner auf die Palme. Von Henning Röser

Als Friedhelm Nerlich am Dienstag hinaus auf die Straße trat, dachte er zunächst an einen schlechten Scherz. Der Anwohner der Breslauer Straße, der eine Garage im Bereich Neuenhof hat, sah, dass die Stadt Parkverbotsschilder nicht wie mit den Anliegern abgesprochen auf der rechten, baumbestanden Seite der Straße, sondern gegenüber aufgestellt hat. "Dadurch fallen hier sehr viel mehr Parkplätze weg ", ärgert sich der Anwohner.

Wie berichtet, hat die Stadt ihre Pläne, im Bereich Neuenhof, Magdeburger, Breslauer, Dresdner und Leibziger Straße mit Parkverboten die Durchfahrt der Feuerwehr und der Müllabfuhr sicherzustellen, nach Anwohnerprotesten überarbeitet. 500 Unterschriften wurden gegen die Pläne gesammelt. Bei einem Gespräch am 20. Juli im Rathaus wurde dann ein Kompromiss gefunden.

Im Bereich "Neuenhof Außen" habe sich dieser aber in der Praxis als nicht durchführbar erwiesen, sagte die zuständige Dezernentin Barbara Reul-Nocke gestern der BM. Bei Testfahrten, die acht Tage nach dem Treffen im Rathaus mit dem Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr gemacht wurden, habe sich herausgestellt, dass die Straße im Bereich der Bäume durch Wurzelwerk zu uneben geworden ist. Der Bordstein sei zudem sehr hoch. "Das Fahrzeug schaukelt dabei zu sehr auf", sagt Reul-Nocke. Ein geregelte Durchfahrt sei nicht möglich. Darum habe man sich entscheiden, das Parkverbot auf die andere Seite der Straße zu verlegen, um dort ausreichend Platz für die Retter zu schaffen.

Ihr sei bewusst, dass dadurch mehr Parkplätze wegfallen als bei der ursprünglich angedachten Lösung. "Ich verstehe, dass die Anwohner nicht glücklich sind." Die Sicherstellung der Rettungswege habe aber für ihre Arbeit Vorrang.

Den Vorwurf, erneut über die Köpfe der Anlieger hinweg entschieden zu haben, will Reul-Nocke nicht gelten zu lassen. Per E-Mail seien die Anlieger zu dem Termin der Testfahrt eingeladen worden. Leider habe kaum jemand daran teilgenommen. Reul-Nocke ließ gestern offen, ob durch bauliche Veränderungen noch eine Verbesserung erreicht werden kann. Dazu brauche die Stadt aber einen Auftrag aus der Politik. Das wäre ein Thema für die Bezirksvertretung Süd.

Die nächste Sitzung der BV Süd findet am Mittwoch, 28. September, in der Heinrich-Neumann-Schule statt.

Quelle: RP
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