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Stabwechsel
Neuer Rotary-Präsident setzt auf Bildung

Stabwechsel: Neuer Rotary-Präsident setzt auf Bildung
Der neue Präsident der Rotarier, Dr. Horst Sieg (links); mit dem scheidenden Präsidenten, Dr. Wolfgang Pütz. FOTO: privat
Remscheid. Stabwechsel beim Rotary-Club Remscheid: Dr. Horst Sieg tritt die Nachfolge von Dr. Wolfgang Pütz an und wird den Service-Club nun ein Jahr leiten. In diesem Ehrenamt möchte der Remscheider, der von Beruf Tierarzt ist, auf lokaler Ebene eigene Akzente im Bereich Bildung setzen.

Unter dem Titel "Startbahn Zukunft" können ausgewählte Hauptschüler künftig in Berufe hineinschnuppern und früh Kontakte zu möglichen Ausbildern knüpfen. Außerdem soll es spezielle Angebote der Kinderuni Wuppertal zu Remscheider Themen geben, kündigt der neue Präsident an.

Die Arbeit der Rotarier blüht oft im Verborgenen. Wie bei allen Rotary-Clubs rund um den Globus stehen auch in Remscheid soziale und karitative Projekte im Vordergrund. Die Hilfe besteht zum einen in Geld- und Sachspenden. So unterstützt der Rotary-Club Remscheid laufende Projekte finanziell - wie das Angebot des beliebten Mitmach-Zirkus Casselly, die Neue Mitte oder das christliche Hospiz Bergisch Land, dessen Förderverein Geld für den Bau eines stationären Hospizes für Erwachsene akquiriert. Den Blick richtet der Club aber auch in die Welt, wo Hilfe dringend benötigt wird - zum Beispiel in Masaka/Kalungu im Südwesten Ugandas.

Dort leistet der Förderverein "Our Children and our Future" unter der Leitung des Remscheiders Franz Lebfromm wichtige Aufbauarbeit. Warum gerade Remscheider Hauptschüler gefördert werden sollen, liegt für Horst Sieg auf der Hand. "Durch Jugendarbeitslosigkeit wird viel Humanpotenzial verbrannt." Basisförderung sei daher wichtig. In Kooperation mit örtlichen Partnern sollen etwa acht - von der Schule - ausgewählte Neuntklässler der Hauptschulen Hackenberg und Wilhelmstraße einmal im Monat ein Tagespraktikum in einem Betrieb machen. "Sie lernen die Arbeitswelt kennen und können am Ende des Schuljahres ein Praktikum im Betrieb ihrer Wahl machen", erläutert Sieg das Konzept.Eine Reihe von Handwerksbetrieben hätten bereits Unterstützung zugesagt. In der zehnten Klasse werden die Schüler von Clubmitgliedern gecoacht, fit gemacht für eine erfolgreiche Bewerbung. Richtiges Auftreten, Tipps für Vorstellungsgespräche und schriftliche Bewerbung stehen dabei im Mittelpunkt.

In Vorbereitung mit den Partnern Junior-Uni Wuppertal, Röntgen-Museum, Stadtmarketing und Forschungsgemeinschaft Werkzeug (FGW) sei das zweite Bildungsangebot für Wissbegierige. Überlegt werde, wie auf die Röntgen- und Werkzeugstadt bezogene Themen - Röntgenstrahlen, Radiologie, Werkstoffkunde - in das Programm der Kinder-Uni einfließen und in Remscheid angeboten werden könne. "Wobei wir keine Dependance zur Kinder-Uni anstreben", sagt Sieg. Aber die Leiterin der Kinder-Uni stehe dem Vorschlag aus der Nachbarstadt positiv gegenüber.

Solveig Pudelski

Quelle: RP
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