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Remscheid
Neuer Swingerclub im alten "Beverly"?

Remscheid. Rund drei Jahre sind vergangen, seitdem der Erotikclub in Unterburg bis auf die Grundmauern abbrannte. Zwar kamen bei dem Großfeuer keine Menschen zu Schaden. Dennoch wurde ein Geschäftspartner des Etablissements, der den Brand aufgrund eines angeblich zu geringen Honorars gelegt hatte, später wegen schwerer Brandstiftung sowie versuchten Mordes zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Von Martin Oberpriller

Von dem Gebäude blieb nur eine Ruine stehen. Die Phase des Stillstands auf dem Areal an der Stadtgrenze von Remscheid und Solingen könnte demnächst aber der Vergangenheit angehören. Denn wie eine Rathaus-Sprecherin jetzt bestätigte, hat die Stadt Solingen bereits vor Monaten einen Antrag des Grundstückeigentümers auf Weiternutzung positiv beschieden.

Im Klartext: Die Betreiber des alten "Beverly" dürfen, wenn sie wollen, einen neuen sogenannten Swingerclub bauen. "Der Vorbescheid zu dem Antrag bezieht sich auf denselben Ort, dieselbe Größe sowie dieselbe Nutzung wie früher", sagte die Sprecherin der Stadt, die darüber hinaus betonte, die Unterlagen seien bei den zuständigen Beamten in der Verwaltung bereits im Dezember des vorigen Jahres eingegangen.

Tatsächlich hatte bis zu dem Großbrand vom November 2014 eine Genehmigung für den Swingerclub bestanden, die mit der Zerstörung des alten Gebäudes nicht erloschen war. Allerdings scheint eine endgültige Entscheidung über die zukünftige Nutzung des einstigen "Beverly"-Grundstücks noch auszustehen. Denn nach dem positiven Vorbescheid seitens des Rathauses wurden von den Eigentümern einstweilen keine weiteren Schritte in die Wege eingeleitet - sodass auch alternative Konzepte für den besagten Bereich an der Eschbachstraße denkbar wären.

Viele Unterburger können sich die Rückkehr des "Beverly" durchaus vorstellen, da der Erotikclub über Jahre hinweg auch ein Wirtschaftsfaktor für den Stadtteil war. Besucher, die in den Hoch-Zeiten des Etablissements an den Wochenenden in Scharen nach Burg gekommen waren, hatten nämlich nicht allein im "Beverly" den Umsatz gefördert, sondern beispielsweise auch in den Hotels im Ort für belegte Betten gesorgt.

Zudem kurbelten die Gäste früher ganz allgemein den Tourismus an, indem sie - abseits ihrer Besuche in dem Erotikclub - auch die Burger Sehenswürdigkeiten besichtigten. Die Einnahmen, die mit dieser Form des Sightseeings verbunden waren, gingen nach dem Ende des alten "Beverly" spürbar zurück - was zur Folge hat, dass Viele den Club bis zum heutigen Tag schmerzlich vermissen.

Quelle: RP
 
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