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Remscheid
Neues Heim - Stadt investiert in Sicherheit

Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen
Willkommenskultur: Diese Menschen helfen Flüchtlingen FOTO: Tinter, privat (6), Dackweile, Kaiser, evers, Miserius, Blazy (2), Strücken, Malz, Knappe
Remscheid. Hauptschule Hölterfeld wird im Eiltempo zur Notunterkunft umgerüstet. Sicherheitsfirma übt das Hausrecht aus. Von Henning Röser

Ein durchdringender Ton hallt in Intervallen durch die Räume der Hauptschule Hölterfeld am Hasten, Wenige Sekunden später ist wieder Ruhe. Die neue mobile Rauchmeldeanlage hat ihren Test bestanden.

Seit gestern morgen acht Uhr sind Handwerker und Sicherheitsfirmen dabei, die frühere Hauptschule zum Flüchtlingsheim umzubauen. 300 Menschen sind der Stadt von der Bezirksregierung zur Erstaufnahme angekündigt worden. 200 sollen in der Schule, 100 in der angrenzenden Turnhalle untergebracht werden. "Wir hoffen, dass die Menschen erst am Mittwoch hier eintreffen", sagt Thomas Judt. Leiter des städtischen Gebäudemanage- ments. Dann nämlich erst werden die neuen Türen eintreffen, die die Flure, wo die Flüchtlingen in den Klassenräumen untergebracht werden, von den Treppenhäusern trennen. "Wir sind froh, dass wir mit Hilfe der Handwerksbetriebe so schnell an die Ware kommen", sagt Judt, während im Hintergrund die Schwingschleifer jaulen. Auch die Betten sind noch nicht da. Sie werden in den nächsten Tagen geliefert.

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Die Schule ist in einem guten baulichen Zustand. Dass vor Jahren aus energetischen Gründen in einem Trakt noch in neue Fenster investiert wurde, zahlt sich jetzt aus. Die Brandschutzanforderungen sind hier erfüllt. Im anderen Trakt rüsten Schreiner die Fenster noch um.

Eine Sicherheitsfirma darf seit gestern Nachmittag das Hausrecht für die Schule ausüben. Rund um die Uhr werden insgesamt sechs Mitarbeiter die Schule bewachen, Besucher kontrollieren. In der Pestalozzi-Schule in Lennep, wo die Firma auch im Einsatz ist, sei es bislang recht ruhig gewesen, sagt ein Mitarbeiter. Lediglich ein paar Leuten musste man den Eingang verwehren. Rund um das Schulgebäude wurden Bäume und Büsche stark zurückgeschnitten Darauf hat die Polizei bestanden, Sie will von allen Seiten einen guten Blick auf das neue Flüchtlingsheim haben.

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Die Eingangshalle der Schule will die Stadt als Mensa herrichten, ein großer Teil der Flüchtlinge soll hier essen, die anderen in der Turnhalle. Sollte das nicht funktionieren, überlegt die Stadt, ein Zelt auf dem Schulhof zu errichten, berichtet Judt.

Mitten im Pressetermin fährt ein Kleintransporter vor, eine Flüchtlingsfamilie mit Koffern steigt aus. "Das sind Flüchtlinge, die uns normal zugewiesen wurden", sagt Judt Sie haben ihren Asylantrag bereits gestellt - und wohnen nun in der Hausmeisterwohnung.

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Quelle: RP
 
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