| 00.00 Uhr

Remscheid
Offene Tür im OP-Saal der Fabricius-Klinik

Remscheid. Das Remscheider Krankenhaus zeigte Besuchern Abteilungen. Großes Interesse an der Orthopädie. Von Stefanie Bona

3000 Operationen pro Jahr nehmen Ärzte in der Orthopädie der Fabricius-Klinik vor, 800 Prothesen setzen sie ein, und mit der Zahl der Knorpeltransplantationen liegt die Fabricius-Klinik auf dem zweiten Platz in ganz Deutschland. Beim Tag der offenen Tür hatten die Besucher Gelegenheit, einen ganzen Tag hinter die Kulissen eines Krankenhausbetriebes zu schauen. Das Krankenhaus an der Brüderstraße stellte seine diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten vor und stieß mit seiner Einladung auf großen Zuspruch.

Gerade der moderne Operationstrakt fand großes Interesse der Besucher. Dort ließen sie sich unter anderem von Orthopäde Dr. Gunnar Schauf anhand eines Modells das Einsetzen einer Knieprothese demonstrieren. Dazu mussten sie in grüne OP-Kittel schlüpfen und durften sogar das "Werkzeug" der Operateure selbst in die Hand nehmen. "Sie dürfen alles anfassen, morgen werden die Säle grundgereinigt", erläuterte Gunnar Schauf.

Die Besucher hatten viele Fragen, etwa zu dem Möglichkeiten der Anästhesie und Narkoseüberwachung, der Operationsdauer und zu möglichen Komplikationen. Elisabeth Engels war vor dem Eintritt in den Ruhestand lange in der Fabricius-Klinik beschäftigt. "Ich bin beeindruckt, was sich hier getan hat", sagte sie mit Blick auf die nach Umbau neu gestalteten Operationsräume und Stationen.

Doch ist die Orthopädie nur ein Schwerpunkt, der aber in Remscheid in der öffentlichen Wahrnehmung am stärksten mit der Fabricius-Klinik verbunden wird. "Wir möchten den Tag daher nutzen, um vorzustellen, dass wir auch bei der Inneren Medizin und hierbei besonders bei der Spezialisierung auf die Bedürfnisse älterer Menschen sehr breit aufgestellt sind. Was wir leisten können, möchten wir heute zeigen", sagte Chefärztin Dr. Barbara Brosius. Durch eine frühe geriatrische Komplexbehandlung ist es für viele Patienten im fortgeschrittenen Alter möglich, nach Operationen, Unfällen oder Knochenbrüchen wieder in den Alltag in ihrem häuslichen Umfeld zurückzukehren. So erläuterte etwa das Team der Physiotherapie, welche Maßnahmen es zur Gangsicherung gibt. Auch die Diagnostik mit Hilfe der Endoskopie wurde anschaulich präsentiert, in dem die zuvor in einer Puppe versteckten Gummiebärchen aufgespürt wurden. Und dass man beim Hände desinfizieren gewisse Regionen häufig unberücksichtigt lässt, konnten die Besucher durch eine Demonstration mit Schwarzlicht erfahren.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Remscheid: Offene Tür im OP-Saal der Fabricius-Klinik


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.