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Remscheid
"Ohne Lesen kommt man nicht durchs Leben"

Remscheid: "Ohne Lesen kommt man nicht durchs Leben"
Ulla Schulz hat eine Auswahl an Neuerscheinung in der Kinder- und Jugendbibliothek zusammengestellt. Foto: FOTO: Peiseler
Remscheid. Ally ist elf Jahre alt. Einzelgängerin und den Lehrern ein Dorn im Auge. Dabei will Ally nur um jeden Preis ihr Geheimnis wahren - sie kann weder lesen noch schreiben. Das ist die Ausgangslage in dem Buch "Wie ein Fisch im Baum" der Autorin Lyndar Mullaly Hunt. Ein Jugendbuch. Ausgesucht von Ulla Schulz, Leiterin der Kinder- und Jugendbibliothek. "Eine großartige Geschichte", sagt Schulz. Bücher mit spannenden, unterhaltsamen und nachdenklich stimmenden Stoffen gibt es viele in der neuen Ausstellung im Erdgeschoss der Zentralbibliothek an der Scharffstraße. Alles Neuerscheinungen aus diesem Jahr. Für Vorlesekinder, für Anfänger, für Profileser. Sachbücher, Lernbücher, Bilderbücher. Asterix und Obelix auf Latein, der Regenbogenfisch auf Arabisch, Star-Wars-Bücher und ein Exemplar von "Gregs Tagebuch". Das darf auf keinen Fall fehlen. Schulz hofft, in diesen Tagen das Jüngste bieten zu können. Von Christian Peiseler

Zwischen 6000 und 8000 neue Bücher erscheinen jedes Jahr. Etwa 300 schafft Schulz von ihrem schmalen Etat an. Jugendbücher gibt es immer mehr, die Kinder und Jugendlichen, die die Bibliothek besuchen, werden weniger. Das ist die Erfahrung von Schulz. "Das liegt vor allem daran, dass der Unterricht immer länger wird", sagt Schulz. Bei Klassenführungen stellen sie und ihre Kollegeinnen das vielfältige Angebot für Kinder vor, um einen nachhaltigen Eindruck zu machen. In der fünften Klasse müssen die Grundschüler ein Buch mit über 100 Seiten vorstellen. Später werden es mehr. "Ohne die Fähigkeit zu lesen, kommst du nicht durchs Leben", hat Schulz kürzlich einem Jungen geantwortet, der behauptete, ihm reiche der Computer.

Bis zum 28. November müssen sich die Kinder gedulden, um eines der Ausstellungsbücher ausleihen zu können. Dann können sie lesen, wie es mit Ally und ihrer Leseschwäche weitergegangen ist. Die Autorin hat es für Lehrer geschrieben, die die Persönlichkeit über die Leistung stellen und mehr Wert auf Individualität als auf Anpassung legen. Und für Kinder, die den Mut finden, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen - egal welchen.

Quelle: RP
 
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