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Remscheid
"Oktoberfest nicht kleiner werden lassen"

Remscheid. Klaus Kreutzer wurde als Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins Lennep wiedergewählt. Von Stefanie Bona

Verkehrs- und Fördervereinsvorsitzender Klaus Kreutzer hadert nach wie vor mit der Entscheidung, die Robert-Schumacher-Straße als neuen Platz für die Lenneper Traditionsveranstaltungen vorzusehen. Wie berichtet, soll die Straße für die jeweiligen Anlässe gesperrt werden. Mit dem Eigentümer der anliegenden Gewerbeimmobilien wurde eine Einigung erzielt. "Mit dem, was uns durch die Politik zugemutet wird, bin ich nicht einverstanden", sagte Kreutzer bei der Mitgliederversammlung, bei der er einstimmig für eine weitere Amtsperiode gewählt wurde.

Nach wie vor ist er der Überzeugung, dass die öffentliche Straße für das Lenneper Oktoberfest mit seiner wachsenden Besucherzahl nicht geeignet ist. "Ich werde mir dieses Fest nicht kleiner machen lassen. Wir möchten für das Oktoberfest Entwicklungsmöglichkeiten haben", betonte er erneut hinsichtlich des Vorschlags der Stadtverwaltung, für das bajuwarische Vergnügen ein kleineres Zelt für weniger Gäste aufzustellen. Dem Vereinsvorschlag, das Lagergelände der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) am Talsperrenweg in einem Festplatz umzugestalten, erteile die Verwaltung nach wie vor genauso eine Absage wie die Veranstaltung im Lenneper Bachtal stattfinden zu lassen. Bei einem Ortstermin hätten ihm indes zwei TBR-Mitarbeiter glaubhaft versichert, dass man das Gelände für diesen Anlass herrichten könne. Daraufhin habe TBR-Leiter Michael Zirngiebl schriftlich genau das Gegenteil erklärt, berichtete Kreutzer. Wie man mit der aus Vereinssicht ungelösten Frage weiter umgehen werde, müsse man sehen.

Die Ansiedlung von einem Edeka- und einem Aldi-Markt im ehemaligen Hertie-Gebäude sieht der Vorsitzende nicht unbedingt als Attraktivitätssteigerung. Zudem könnten dies Vorboten dafür sein, dass der DOC-Investor die Einzelhandelsfläche mit und am Lenneper Kaufpark auch noch in den Blick nehme, um das Outlet Center beim erwarteten Erfolg zu vergrößern.

Zu seinen Veranstaltungen konnte der Verkehrs- und Förderverein in 2015 insgesamt knapp 16.000 Menschen begrüßen. Demnach will der Vorstand an Events wie Mittelaltermarkt und Rosenfest uneingeschränkt festhalten. Nur beim Volkstrauertag kommt der Bürgerverein ins Nachdenken. Wenn dieses Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt nur noch 50 Menschen wichtig sei und die Hälfte davon noch dem Kreis der Sänger, Musiker und dem Vereinsvorstand zugerechnet werden müssten, sei das dem Gedenktag nicht angemessen und sogar unwürdig. "Aus meiner Sicht sollten wir daran nicht mehr unbedingt festhalten", sagte Kreutzer.

Bei den Wahlen wurde Dr. Ralf Flügge als stellvertretender Vorsitzender und Roland Kirchner als Kassierer bestätigt. Neue Schriftführerin ist Barbara Flügge-Wollenhaupt, die Michael Gassen ablöst. Er wechselt vom Vorstand in den Beirat, dem weiterhin Andreas Hackländer, Christoph Venta, Dietmar Warias, Volker Zahnweh, Ruppert Winterschlade und Ferdinand Beital angehören.

Quelle: RP
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