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Serie Digitale Stadt
Online-Banking ist auf dem Vormarsch

Remscheid. Die Volksbank Remscheid-Solingen ist seit bald 100 Jahren in der Region verwurzelt, doch auch ein alteingesessenes Kreditinstitut kann sich dem digitalen Wandel nicht verschließen. Von Michael Bosse

Seinen Privat- und Geschäftskunden stellt das Unternehmen deshalb neben 17 Filialen auch zahlreiche Dienstleistungen im Internet zur Verfügung, um die Bankgeschäfte online zu erledigen. "Wir wollen und müssen uns im Zeitalter der Digitalisierung auf den veränderten Kundenbedarf einstellen", sagt Torsten Müller, Projektleiter für das Thema "Digitalisierung" bei der Volksbank. Darum arbeite man nun gemeinsam mit einer Unternehmensberatung an einem zeitgemäßen Auftritt der bergischen Bank.

Derzeit nutzt nach Angaben von Yvonne Gerecht, Leiterin Electronic Banking, etwa ein Drittel der Bankkunden die Online-Services der Bank, bei den Geschäftskunden dürfte die Quote "bei 80 bis 90 Prozent" liegen, sagt sie. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene fragten verstärkt die Internetangebote ab, aber auch unter älteren Leuten gebe es durchaus Interesse.

Dabei gehe es aber nicht darum, Online-Banking zu Lasten des Filialgeschäfts zu entwickeln, sondern die Internetdienste als Ergänzung zum klassischen Angebot anzubieten. "Wir müssen uns als Bank bewegen und mit den Kunden über den Kanal kommunizieren, den sie präferieren", sagt Müller. Internetunternehmen wie Pay Pal hätten das Online-Bezahlen zu ihrem Geschäftsmodell gemacht, auch Google oder Apple würden dieses Feld immer stärker beackern. Deshalb müsse man als Bank diese Konkurrenz annehmen. Auch als Infobörse sei das Internet beliebt, betont Müller. So nutzten etwa 80 Prozent der Kunden im Vorfeld das Netz, um sich über Bankangebote zu informieren.

Dann kämen sie in eine Filiale, um bei einem Berater das Geschäft abzuschließen. Das betreffe zum Beispiel Anlagen, Kredite, Vorsorgegeschäfte oder auch Baufinanzierungen. Die klassische Online-Dienstleistung ist die Nutzung des Girokontos inklusive Geldanweisungen. Die Volksbank unterscheidet dabei zwischen Mobile-Banking mit Smartphone oder Tablet beziehungsweise Online-Banking am heimischen PC. "Wichtig ist, dass die Dienste im Internet transparent, einfach und sicher sind", betont Müller.

Dabei stellt die Bank verschiedene Anwendungen bereit. So gibt es beim Mobile-Banking eine App sowie einen separaten TAN-Generator, mit dem ein sechsstelliger Code erzeugt wird, der dann in das mobile Endgerät eingetippt werden kann. Bei PCs hat der Kunde die Möglichkeit, einen USB-Stick zu nutzen, auf dem eine elektronische Signatur installiert ist, mit der die Kontoaufträge freigegeben werden können. Zudem existiert die Option, sich eine SMS auf sein Handy schicken zu lassen - und dann mit einem sechsstelligen Code den Auftrag freizugeben.

Um den sogenannten Phishing-Attacken - also die Betrugsversuche im Online-Banking - zuvorzukommen, muss aber auch der Kunde bei der Nutzung aufmerksam sein. "Der Kunde muss gucken, ob die übermittelten Daten auch stimmen", erklärt Yvonne Gerecht. Zudem sei es notwendig, stets Virenschutz und Firewall zu aktualisieren - und zwar sowohl auf dem heimischen Computer wie auf Handy oder Tablet. Und damit auch der Sicherheitsstandard der Online-Dienste der Volksbank auf dem neuesten Stand ist, werde die Software regelmäßig angepasst.

Quelle: RP
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