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Remscheid
Open Air-Kino mit Wetterglück - 150 Besucher zum Auftakt

Remscheid: Open Air-Kino mit Wetterglück - 150 Besucher zum Auftakt
Besonderes Kino-Erlebnis an der Gelben Villa. Die Zuschauerplätze waren gut gefüllt. Die Kraftstation zeigte den Film "Grand Budapest Hotel". FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. "Grand Budapest Hotel" mit Decken, Kissen, Popcorn und Chips. Organisatoren der Kraftstation zufrieden. Freitag geht es weiter. Von Anna Mazzalupi

Den Himmel behielten die Organisatoren an der Gelben Villa ganz genau im Blick. Doch waren die Sorgenfalten bei Julia Dill und dem Rest der Teams des Remscheider Open Air Kinos am Freitag bald verschwunden. Denn das Wetter hätte zum Auftakt der Saison nicht besser mitspielen können und lockte an einem lauen Sommerabend zahlreiche Cineasten zu dem ganzen besonderen Filmerlebnis auf dem Hang.

Mehr als 150 Besucher hatten sich mit Decken, Kissen, Popcorn und Chips eingedeckt. "Damit haben wir in diesem Jahr bereits am ersten Abend mehr Besucher als in der ganzen letzten Saison zusammen", sagte Dill freudestrahlend.

Die Spielzeit von 2014 war für die Verantwortlichen von der Kraftstation und der Gelben Villa ein Desaster. Probleme mit dem alten Filmprojektor beim ersten Film und der bergische Regen an den übrigen Vorstellungen hatten mit nur 40 zahlenden Gästen an vier Spielterminen für die bisher schlechteste Freiluftkino-Saison in Remscheid gesorgt.

Umso deutlicher sah man Dill am Ende von "Grand Budapest Hotel" an, wie die Anspannung der Freude gewichen war. "Wir sind richtig, richtig zufrieden. Das war super und hat unsere Erwartungen noch übertroffen", sagte die Leiterin des Kulturbereichs des Kraftstation mit einem Lächeln.

Auch die neue Technik, bei der der Film mit einem Beamer an die Wand der Villa projiziert wird, hat reibungslos funktioniert. Da Filme nur noch digital zu erhalten sind, musste sich das Team umstellen. Der Projektor aus den 60er Jahren sowie das Projektorenhäusschen sind ebenso wie das Rattern und Wechseln der Filmrollen verschwunden. Durch den gewonnenen Platz konnte das Team das Stuhl- und Zeltangebot des Kinos erweitern.

Anstatt einen eigenen Beamer zu kaufen, wird das Gerät für jede Vorstellung kostengünstig von einer Kölner Leihfirma gemietet. "Die Technik ist viel einfacher. Trotzdem muss man erst testen, was man braucht und welcher Beamer der richtige ist", berichtet Dill von den Vorbereitungen zu dem Filmevent, das auch ohne Nostalgieflair seine unvergleichliche Atmosphäre beibehalten hat.

Mit der Doku "Wir sind jung, wir sind stark" zu den Rostocker Anschlägen im Sommer 1992 geht es am nächsten Freitag, 21. August an der Gelben Villa weiter mit dem Open Air-Kino. Dann, so verspricht Dill, soll auch wieder die begehrte Sofa-Lounge auf dem Hang stehen, die ein glücklicher Gewinner beim Bingo ergattern kann. Einlass ist ab 20.30 Uhr, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit.

Quelle: RP
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