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Remscheid
Orchesterfusion kein Thema für Wuppertal

Remscheid: Orchesterfusion kein Thema für Wuppertal
Die Bergischen Symphoniker sollen nicht fusionieren. FOTO: BM-Archivfoto. Moll
Remscheid. Wuppertaler Kulturdezernent Matthias Nocke und OB Burkhard Mast-Weisz dementieren Gerüchte. Von Christian Peiseler

Alle paar Monate kursiert ein altbekanntes Gerücht im Bergischen Land: Fusion der Bergischen Symphoniker mit dem Wuppertaler Orchester. Am Wochenende tauchte es wieder auf. Doch ohne Substanz. "Fusion ist bei uns kein Thema", sagte Matthias Nocke, Kulturdezernent der Stadt Wuppertal auf Nachfrage der BM. In seinem Dementi zog er ausdrücklich Oberbürgermeister Andreas Mucke mit ein. "Wir sind von der Richtigkeit der Zielsetzung nicht überzeugt", sagt Nocke. Auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Bergischen Symphoniker, erteilte der Idee eines gemeinsamen bergischen Orchesters eine Absage. Bei den regelmäßigen Gesprächen mit den Nachbarn stehe dies aktuell nicht auf der Tagesordnung. Vielmehr lege man den Schwerpunkt auf verstärkte Kooperationen im kulturellen Bereich. Da gebe es eine Vielzahl an Möglichkeiten zusammenzuarbeiten, von gemeinsamen Produktionen, dem Einkauf von Gastspielen bis hin zu touristischer Werbung.

Wuppertal wie Remscheid zählen zu den finanziell angeschlagenen Kommunen, denen es schwerfällt, die Gelder für die Kultur aufzubringen. Remscheid zahlt als festen Betriebskostenzuschuss an die Orchester GmbH 1,65 Millionen Euro. Solingen in etwa die gleiche Summe. Seit einiger Zeit besteht eine Arbeitsgruppe, geleitet von den Kämmerern, die sich Gedanken macht, wie das gemeinsame Orchester auch weiter auf sicheren finanziellen Füßen steht und nicht in einen defizitären Bereich schlittert. Die nächsten Tarifverhandlungen stehen an. Geschäftsführer Stefan Schreiner hat dafür zwei Prozent eingeplant. Alles, was darüber hinausgeht, müsste irgendwie kompensiert werden. Oder die Städte erhöhen den Zuschuss.

Im Fusionsvertrag zwischen Solingen und Remscheid wurde vereinbart, dass die Orchesterehe mindestens bis zum 31. August 2029 hält. 2024 müssen wieder Verhandlungen geführt werden.

Quelle: RP
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