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Remscheid
Outlet-Planung bremst Projekte aus

Sanierung der Königstraße steckt wegen fehlender personeller Kapazitäten in der Warteschleife.

CDU-Politikerin Rosemarie Stippekohl griff am Dienstagabend in der Sitzung der Bezirksvertretung zu dramatischen Worten: "Noch vier Winter überlebt die Königstraße nicht".

Die Bauexpertin ihrer Partei, die zugleich Sprecherin in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid ist, hatte zuvor mit Nachdruck dafür geworben, jenem ersten Streckenabschnitt der Königstraße bis hinauf zur Parkstraße einen "Vollausbau" zu verpassen und nicht nur eine neue Asphaltdecke. Als Vergleich nannte Stippekohl die Arbeiten an der Ringstraße in Lennep.

Als Begründung verwies Stippkohl auf die zahlreichen Frostaufbrüche aus den vergangenen Winter, die der viel befahrenen Straße in der Innenstadt arg zugesetzt haben. Sie regte an, dass die Stadtverwaltung alle denkbaren Fördertöpfe anzapft, um Geld für die Sanierung zu bekommen.

Doch so schnell wird die Rettung der Straße nicht anlaufen. Und das hat ausnahmsweise mal nichts mit fehlenden Geldern in der Stadtkasse zu tun, wie Kämmerer Sven Wiertz erklärte. Der Stadt fehlt es schlichtweg an personenellen Kapazitäten, um die gewünschten Bauarbeiten zu planen, auszuschreiben und zu begleiten. Das Team von Stadtplaner Robin Denstorff und auch die für den Bau der Straßen zuständigen Technischen Betriebe (TBR) sind mit den Planungen für das DOC und die dafür nötige Infrastruktur in den kommenden Jahren voll ausgelastet.

Als Kompromiss schlug Wiertz vor, die Idee in zwölf Monaten auf Wiedervorlage zu nehmen. Möglicherweise sei dann eine Perspektive für eine schnellere Umsetzung zu erkennen, die die Politik auf den Weg bringen könnte. Mindestens zwei Winter wird die Königstraße also noch "überleben" müssen.

(hr)
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