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Remscheid
P&R-Haus soll sauber werden

Remscheid: P&R-Haus soll sauber werden
Das P&R-Haus am Bahnhof. FOTO: Hertgen, Nico (hn-)
Remscheid. Den Kino-Deal am Bahnhof will die Stadt nutzen, um das Hygiene-Problem zu lösen. Von Henning Röser

Die Stadtverwaltung wird den Bau eines Multiplex-Kinos am Bahnhof nutzen, um die problematischen Zustände im P&R-Parkhaus zu beseitigen. Darauf einigten sich am Donnerstagabend im Hauptausschuss nach intensiver Diskussion Politik und Verwaltung. Wie berichtet, will der Investor Parkplätze im gegenüber liegenden P& R-Haus mieten, damit dort Kinobesucher parken können.

Das Parkhaus, das häufiger als öffentliche Toilette missbraucht wird, hat ein Sauberkeitsproblem, weil es über keinen Wasseranschluss verfügt. Auf den wurde aus Spargründen beim Bau verzichtet. Die Reinigung ist aktuell kompliziert und teuer.

Die Wählergemeinschaft hatte angeregt, dass die Stadt das seit langen schwelende Thema nun zusammen mit dem Kino-Investor aufgreift. Einen Vertrag, wie ihn die W.i.R. vorschlug, sieht die Stadt nicht als sinnvollen Weg. Stadtplaner Robin Denstorff sagte, dass die Miete, die der Kinoinvestor für die Parkplätze zahlt, aber genutzt werden könne, um das Problem zu beheben. Zudem will er in den Gesprächen mit dem Investor erreichen, dass im neuen Kino im Eingangsbereich eine Toilette eingeplant wird. Eine öffentliche Toilette im Parkhaus, wie sie die W.i.R. angeregt hatte, könne man nicht vom Investor verlangen. Schließlich gebe es auch andere Nutzer. Der Betrieb einer öffentlichen Toilette sei sehr teuer und aufwendig.

Denstorff hofft, dass die Kinobesucher, die das Parkhaus zu einer Zeit nutzen werden, wo es üblicherweise leer steht - am Abend und an den Wochenenden - für eine zusätzliche soziale Kontrolle sorgen. Die von der Wählergemeinschaft angeregte Video-Überwachung gebe es bereits, sagte Denstorff. Drei Kameras sind auf die Leitstelle der Stadtwerketochter PSR geschaltet, die sich um Parkhäuser kümmert.

Zuvor hatte der Hauptausschuss einstimmig die Kinopläne beschlossen. Nur Fritz Beinersdorf (Linke) enthielt sich. Er verwies auf die Verluste, die die Stadt durch den Verkauf des Grundstückes deutlich unter Bilanzwert macht. Der Rest der Politik drückte seine Freude über die Kinopläne aus. Im Frühjahr 2016 sollen die Arbeiten für das Kino am Bahnhof beginnen, im Herbst 2017 soll das Multiplex mit insgesamt 1300 Plätzen eröffnen.

Quelle: RP
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