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Remscheid
Parkour-Anlage lockt Jugendliche

Remscheid: Parkour-Anlage lockt Jugendliche
Die Saison für die Parkour-Anlage am Bahnhof ist eröffnet. Der Sport erfreut sich großer Beliebtheit. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Gemeinsam mit den Sportlern der drei Parkour-Vereinen Remscheids GTV, LTV und RSV hat die Stadt die Saison für die Parkour-Anlage am Bahnhof eröffnet. Von Cristina Segovia-Buendia

Knapp eineinhalb Jahre nach der Eröffnung erfreut sich der Platz an der Presover Straße immer noch regelmäßiger Besucher. Leider hinterließen auch Vandalen ihre hässlichen Spuren am Beton.

Parkour boomt in Remscheid. Das zumindest sagen Trainer Alexander Sandler (Goldenberger TV) und Thimo Pepersack (LTV): "Meine Kurse platzen aus allen Nähten", berichtet Sandler, und auch Pepersack kann sich vor lauter Anfragen kaum retten: "Seitdem es den Platz gibt, haben sich viele für den Sport interessiert und sind zu uns in die Vereine gekommen."

Der 20-Jährige ist Trainer im Lenneper Turnverein und saß, ebenso wie Sandler, dreieinhalb Jahre in der Planungsgruppe der Parkour-Anlage. Nur durch zahlreiche Spenden konnte der über 120.000 Euro teure Trainingsplatz gebaut und im November 2015 eröffnet werden. Nach den ersten 18 Monaten gibt es die erste Bilanz: "Auch für uns war das Projekt Parkour ein Risiko", gesteht Michael Ketterer von der Jugendförderung. "Doch das Risiko hat sich gelohnt." Noch immer besuchen regelmäßig Kinder und junge Erwachsene die Anlage. Drei Gruppen hat er ausgemacht. "Zum einen sind das ältere Kinder ab elf, zwölf Jahren, die hier in der Nachbarschaft wohnen, und normale Spielplätze uncool finden." Zum anderen kämen natürlich auch immer wieder Traceure (so nennen sich die Parkourläufer offiziell). "Die dritte Gruppe sind junge Erwachsene, 16-, 18-Jährige und darüber hinaus, die den Platz für ihre Fitness nutzen. "

An den Stangen, an die sich die Traceure schwingen, lässt es sich gut mit dem eigenen Körpergewicht trainieren. Nur die Vereine, bestätigen Sandler und Pepersack, nutzen die Anlage nicht für ihre Trainingseinheiten, aufgrund versicherungstechnischer Gründe. Aber auch, weil es - vor allem für Anfänger - einen großen Unterschied macht: "Um sich auszuprobieren, ist die Halle schon besser geeignet, weil wir dort viele Matten haben und maximal über Holzkästen springen", sagt Pepersack. "Egal wie gut du in der Halle bist, draußen fängst du wieder bei null an."

Ganz offensichtlich waren zuletzt aber auch Vandalen auf dem Platz und beschmierten Vor- und Rückseite der Betonwände. "Das lässt sich an einer Freiluftanlage nie vermeiden", sagt Ketterer ernüchtert, "ärgerlich ist es dennoch." Die Schmierereien sehen nicht nur hässlich aus, der Beton verliert durch den Lack auch an Griffigkeit.

Quelle: RP
 
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