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Remscheid
Party auf Rathausplatz mit Beatify als musikalisches Chamäleon

Remscheid. Bei kühlen Temperaturen trat die Band in der Reihe Remscheid Live auf und ließ den Funken aufs Publikum überspringen. Von Hagen Thiele

Die Band Beatify ist es schon gewohnt, dass bei ihren Auftritten das Remscheider Wetter zuschlägt. Doch bereits im vergangenen Jahr war es der sehr motivierten Gruppe egal, dass die äußeren Bedingungen nicht optimal waren. Mit einer musikalisch guten Leistung sowie viel Spielfreude entfachte die Musik letztlich doch eine große Party auf dem Rathausplatz. Am Donnerstag zeigte sie bei Remscheid Live, dass sich Geschichte wiederholt.

Auf tropische Temperaturen folgten starke Böen bei unangenehmen 16 Grad. Es verwunderte wenig, dass viele Besucher aus der Not eine Tugend machten und sich beim Tanzen aufwärmten. Doch bis dahin war es ein nicht allzu einfacher Weg. Auch wenn die Band vom ersten Lied an sehr agil agierte und die Musiker kaum ruhig stehen konnten, wollte der Funke zuerst nicht so recht überspringen.

Es änderte sich mit einer Mitsingnummer. "Ich weiß, dass Remscheid mehr Stimmung machen kann", sagte Sängerin Miriam Brackelsberg und meinte scherzhaft, beim nächsten Song müsse der Rathausplatz beben. Mit "Rolling on the River" gelang es der engagierten Sängerin, die Besucher aus der Reserve zu locken.

Gesanglich überzeugte das Trio aus Sängerin Brackelsberg sowie ihrer Kollegin Kerstin Kagel und Hauptsänger Christian Hause allerdings in aller erster Linie selbst und erwies sich damit als Aushängeschild der Gruppe. Flankiert von den kraftvollen Soul-Stimmen der zwei Damen konnte Hause mit seinem wandelbaren Organ auch schwere Nummern leicht knacken.

Faszinierend war, wie leicht der Wechsel zwischen Pop-Liedern wie "Celebration" und "We are family" auf der einen und rockigen Stücken der Marke "Westerland" auf der anderen Seite gelang. Die Band bewies einmal mehr Fähigkeiten als musikalisches Chamäleon.

Dazu trugen auch Schlagzeuger Michael Alles und Bassist Klaus Loar bei, die mal gekonnt als treibende Groove-Maschine aufspielten und mal dezent den Hintergrund wählten, um den anderen Musikern Platz zur Entfaltung zu bieten.

Entfalten konnte sich Gitarrist Ralph Müllenschläder in erster Linie bei den zahlreichen Soloparts, bei denen er seinem Instrument zahlreiche fetzige Klänge entlockte.

Nächsten Donnerstag geht es auf dem Rathausplatz mit der Band Privacy weiter. Die Remscheider Gruppe hat sich ganz dem Rock und Metal verschrieben und bietet sowohl Cover als auch Eigenkompositionen. Besonders spannend sind die Rockvarianten bekannter Popsongs wie etwa Lady Gagas "Pokerface".

Quelle: RP
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