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Remscheid
Peter Frowein ist seit 50 Jahren Rechtsanwalt aus Leidenschaft

Remscheid. Am 1. Oktober 1966 wurde er als Anwalt vereidigt. Bis heute arbeitet der 78-Jährige in Teilzeit in seiner Kanzlei an der Elberfelder Straße. Von Wolfgang Weitzdörfer

Ein goldenes Betriebsjubiläum ist auch nicht jedem Arbeitnehmer vergönnt: Peter Frowein hingegen, Rechtsanwalt in der Kanzlei Frowein & Büssem an der Elberfelder Straße 78, kann auf genau diese Zeit im Beruf zurückblicken: "Ich wurde tatsächlich am 1. Oktober 1966 beim Landgerichtspräsidenten in Düsseldorf als Anwalt vereidigt", erzählt der 78-Jährige, der derzeit immer noch in Teilzeit in der Kanzlei arbeitet. Eine Besonderheit gab es bei der Vereidigung außerdem noch, erzählt Frowein schmunzelnd weiter: "Ich war damals der jüngste Rechtsanwalt im ganzen Oberlandesgerichtsbezirk Düsseldorf."

Eigentlich war der Berufswunsch des jungen Peter Frowein ein ganz anderer: "Ich war von Flugzeugen fasziniert - und bin es noch immer", sagt Frowein. Er hatte, noch als Schüler, schon die Bewerbungsunterlagen für die Bundeswehr vorliegen: "Ich wollte unbedingt zur Luftwaffe", sagt der 78-Jährige. Aber sein Vater und ein befreundeter Notar überzeugen den Schüler davon, dass die Juristerei auch ein abwechslungsreicher Beruf sein kann. "Ich habe dann ein Praktikum gemacht und gemerkt, dass sie recht hatten", sagt er lachend.

Zum Sommersemester 1958 wird Peter Frohwein an der Universität zu Köln Jura-Student. Das erste Staatsexamen besteht er im Juli 1962, vier Monate später wird er Referendar. Sein Assessorexamen besteht er dreineinhalb Jahre später. Er steigt in die Kanzlei von Günther Schmakeit sen. ein, "mein lieber Freund und Kegelpartner", wie Frowein sagt. Nach dessen Tod übernimmt er die Kanzlei.

Im Fall der Familie Frowein fällt der Apfel nicht weit vom Stamm: Sohn Michael wird ebenfalls Rechtsanwalt, steigt als Fachanwalt für Familienrecht im Jahr 1997 in die Kanzlei ein; seit 2005 ist mit Till Büssem ein dritter Anwalt im Team. Und Peter Frowein hat noch nicht genug von seinem Beruf: "Ich will nicht den ganzen Tag im Garten arbeiten oder mit meiner Frau durchs Allee-Center flanieren - auch wenn ich beides gerne mache", sagt er schmunzelnd und fügt an: "So lange es mir noch Spaß macht, werde ich in der Kanzlei mitarbeiten." Er kümmert sich vor allem um die Fälle, die in Urlaubszeiten anfallen; außerdem möchten ältere Mandanten gerne von ihm vertreten werden.

Neben der Juristerei hat Peter Frowein noch zwei weitere Leidenschaften: "Ich bin zwölf Jahre lang Hobbypilot gewesen, bin viel mit meiner Katana-Maschine geflogen", sagt der Anwalt, der zudem lange Jahre Rechtsberater der Pilotenvereinigung des Jagdbombergeschwaders 33 in Büchel/Eiffel war. Die zweite Leidenschaft ist das Allgäu: "Seit 40 Jahren fahren meine Frau und ich jedes Weihnachten nach Pfronten", erzählt der 78-Jährige schmunzelnd.

Quelle: RP
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