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Remscheid
Pfadfinder erhalten Ehrenamtskarte

Remscheid: Pfadfinder erhalten Ehrenamtskarte
Seit Jahren engagieren sich Mona Keil und Daniel Zimmermann für die Pfadfinder. Jetzt erhielten sie eine Anerkennung im Rathaus. FOTO: jürgen moll
Remscheid. In einer Feierstunde im Rathaus zeichnete OB Burkhard Mast-Weisz engagierte Bürger aus - darunter Monika Keil und Daniel Zimmermann. Von Anna Mazzalupi

Mona Keil (21) und Daniel Zimmermann (28) sind Pfadfinder mit Leib und Seele. Weit über mehr als zehn Jahre sind sie dem Deutschen Pfadfinderbund Remscheid (DPB) treu, engagieren sich ehrenamtlich in der Mädel- und Jungenschaft.

"Das ist ein Bund fürs Leben", sagt Keil, die über ihren Vater zu den Pfadfindern kam und seit sechs Jahren eine Mädchengruppe in Lennep leitet. "Es ist schön, mit den Kindern zu arbeiten und zu sehen, wie sie sich entwickeln und selbstständig werden", ergänzt die junge Studentin, die extra wegen des DPB die Uni in Bochum wählte, um auch weiterhin ehrenamtlich aktiv zu sein.

Für dieses Engagement wurde sie jetzt zusammen mit Zimmermann und sieben weiteren DPB-Mitgliedern von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im Rathaus geehrt. Als Zeichen der Anerkennung erhielten die Pfadfinder zum zweiten Mal die Ehrenamtskarte NRW, mit der sie bei teilnehmenden Partnern Vergünstigungen erhalten.

"Es ist wichtig, immer auch mal nach rechts und links zu schauen und nicht nur darauf, was man selbst davon hat", merkte der OB in seiner Ansprache an. Das Ehrenamt sei das Salz in der Suppe, die Würze, die die Stadt brauche.

Für die rund 100 Mitglieder des DPB ist die Arbeit als Gruppenleiter, zu denen die wöchentlichen Gruppentreffen oder die jährliche Großfahrt für zwei bis drei Wochen inklusive Handyverbot zählen, nicht nur Arbeit, sondern Leidenschaft und Spaß. "Der Zusammenhalt der Gruppe ist etwas ganz Besonderes und geht über das, was man zum Beispiel aus der Schule oder den Sport kennt, hinaus", erklärt Zimmermann. Er lernte im Alter von 13 Jahren über einen Freund die Pfadfinder kennen und ist seitdem "infiziert", wie er es ausdrückt. Als Stammesführer übernimmt er vorwiegend administrative Aufgaben, die Gruppenführung überlässt der 28-Jährige den jüngeren Kameraden.

"Jugend führt Jugend", ist das Motto des DPB, auch wenn das durch die Skepsis der Eltern zunehmend schwieriger werde. Die Gruppen bleiben über Jahre hinweg bestehen und wachsen so bei Feuer machen, Zelte knüpfen oder Umwelt schützen zu einer Einheit.

"Wir arbeiten viel in Richtung Erlebnispädagogik, was die Eltern schätzen, die sehen, dass ihr Kind nach einer Fahrt erwachsener und selbstständiger zurückkommt", sagt Zimmermann.

Im nächsten Jahr wartet auf Keil und den Rest der Mädelschaft "Sturmvögel" eine ganz besondere Herausforderung: Die Remscheiderinnen richten Pfingsten 2016 das Bundesmädchentreffen für rund 400 Frauen und Mädchen aus.

Quelle: RP
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