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Remscheid
Pflegeplätze ausreichend vorhanden
Remscheid: Pflegeplätze ausreichend vorhanden
Thomas Köppchen informierte über die Pflegeplätze. FOTO: RPO
Remscheid. Alle Stadtteile in Remscheid sind mit den bis heute geplanten Projekten bis ins Jahr 2023 ausreichend mit Pflegeplätzen versorgt. Das berichtete Sozial- und Altenhilfeplaner Thomas Köppchen den Mitgliedern des Seniorenbeirates. Von Joachim Rüttgen

Alle weiteren Planungen würden zu einem Überangebot führen, das nicht gewollt sei. Immerhin müssten die Betreiber von Alten- und Pflegeeinrichtungen eine Auslastung von mindestens 95 Prozent erzielen, um wirtschaftlich arbeiten zu können.

Nur geringer Anstieg

Den Bedarf an vollstationären Pflegeplätzen beziffert Köppchen auf 1100 Plätze. Er werde nach seinen Berechnungen bis 2013 nur gering auf 1122 Plätze steigen. Erst im Laufe der dann folgenden zehn Jahre benötige Remscheid deutlich mehr Pflegeplätze – 1378 bis 2023. Dem aktuellen Bedarf steht ein Bestand von 935 beziehungsweise 956 Plätzen gegenüber.

Rechnet man die konkret geplanten Bauvorhaben (Baubeginn in Kürze und Umsetzung in 2010) werden kurzfristig zusätzlich 167 Plätze (insgesamt 1123) zur Verfügung stehen. Konkret geplant und kurzfristig umgesetzt werden das Pflegezentrum Hohenhagen mit 80 Plätzen, der Wohnpark Herderstraße (60 Plätze/beide Fertigstellung bis Ende 2010) und das Landhaus Leonide (Steinstraße 45-47 mit 27 Plätzen – bezugsfertig: Mitte 2010).

Mittelfristig geplant sind 180 bis 240 Plätze von Pflegeheimbetreibern aus Solingen und Niedersachsen sowie einem Klinikbetreiber aus Remscheid. "Der rechnerische Bedarf ist aktuell und mittelfristig gedeckt, zusätzliche Einrichtungen werden nicht benötigt", erklärte Köppchen. Die Stadt sei ständig auf der Suche nach neuen Wohnformen, schließlich wollten die Menschen möglichst lange zu Hause wohnen bleiben.

Trotzdem werde der Bedarf an Heimplätzen bestehen bleiben. Extreme Leerstände wie sie es in Köln und Wuppertal gebe, werde es in Remscheid nicht geben – auch wenn die gesetzliche Einflussnahme der Kommunen auf bauwillige Investoren eingeschränkt sei. "Wir dürfen nicht mehr restriktiv eingreifen und einem Anbieter den Bau nicht verbieten, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind", betonte Köppchen.

Von Plänen abgerückt

Auf dem Plan des Altenhilfeplaners steht außerdem die Bauvoranfrage eines Investors für das Gelände Freiheitstraße 172. Die Bauverwaltung hat diese Anfrage positiv beschieden. Vorgestellt wurde mittlerweile eine mögliche Betreibergesellschaft mit Hauptsitz in Düsseldorf.

Der Bauträger aus dem Ruhrgebiet, der eine stationäre Pflegeeinrichtung bauen wollte, ist von seinen Plänen abgerückt und bietet stattdessen nun auf dem Grundstück des ehemaligen Hallenbades in Lüttringhausen barrierefreie Seniorenwohnungen an.

Quelle: RP
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