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Remscheid
Politik fordert Baudezernat, um Spitzenleute zu halten

Der angekündigte Weggang Denstorffs sorgte am Wochenende in politischen Kreisen für Erstaunen. "Wir haben nach den ersten Medienberichten Burkhard Mast-Weisz umgehend um Information gebeten. Hierzu haben wir uns heute Morgen kurzfristig getroffen", teilten Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und W.i.R. gestern mit. Von Solveig Pudelski

"Die nunmehr dritte Ausschreibung des Referats Bauen und Wirtschaftsförderung in kürzester Zeit macht deutlich, dass wir wieder eine vollwertige Baudezernentin oder Dezernenten brauchen." Man werde für die Nachfolge von Denstorff eine Beigeordnete oder einen Beigeordneten für Bauen und Wirtschaftsförderung suchen. Dazu solle eine externe Unterstützung beauftragt werden, schrieben die Fraktionen. SPD-Fraktionsvorsitzender Sven Wolf erklärte gestern gegenüber unserer Redaktion, dass damit bis zum Ausscheiden von Dezernent Dr. Christian Henkelmann in den Ruhestand im Januar 2018 vorübergehend ein fünftes Dezernat geschaffen werden sollte, um fähige Bewerber für den wichtigen Aufgabenbereich Bauen und Stadtplanung in Remscheid zu finden und hier zu halten. Aus Spargründen hatte die Stadt das fünfte Dezernat gestrichen.

Das DOC-Projekt werde und dürfe nicht ins Stocken geraten. Die Politik in Remscheid fordere die Erteilung einer Baugenehmigung zügig nach dem Satzungsbeschluss im Dezember. "Wir gehen davon aus, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, wie bisher, engagiert an dem Projekt arbeiten werden", schreiben die Fraktionen.

Dies hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz der Politik bereits zugesichert. "Im Gespräch mit meinem Amtskollegen in Münster werde ich versuchen, dass wir uns auf einen Wechsel Robin Denstorffs zum 1. April 2018 einigen", sagte Mast-Weisz gestern. Denstorff habe ihm zugesichert, dass er weiterhin mit Verve an den Projekten arbeite. "Ich kann mich aber auch auf engagierte Mitarbeiter in der Verwaltung und bei den Technischen Betrieben verlassen." Die Umwandlung des Referats in ein vollwertiges Baudezernat begrüße er. Umgehend werde er das Gespräch mit der Bezirksregierung suchen, um dafür aus Düsseldorf Grünes Licht zu bekommen. Remscheids Politiker müssen der Änderung zustimmen, ehe die Stelle ausgeschrieben wird.

Quelle: RP
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