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Remscheid
Politik hat ein Auge auf den "blauen Mond"

Remscheid: Politik hat ein Auge auf den "blauen Mond"
Die Spitze des Mannesmannturms hängt hier noch in der Luft. In diesem Jahr soll sie wieder aufgesetzt werden. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Die Aufstellung des Wahrzeichens ist ein wichtiges Thema für 2016 im Südbezirk, sagt Bürgermeister Stefan Grote. Von Stefanie Bona

Dass der Mannesmann-Turm nach seiner sturmbedingten Demontage in diesem Jahr wieder wie zugesagt aufgestellt wird, will Bezirksbürgermeister Stefan Grote persönlich überwachen. "Da werde ich mit Argusaugen draufschauen. Denn wie die Reaktionen aus der Bevölkerung gezeigt haben, ist der Turm als Wahrzeichen des Südbezirks für die Menschen sehr wichtig", sagte Grote im Gespräch mit der BM. Er rechnet damit, dass zur Februarsitzung der Bezirksvertretung eine entsprechende Verwaltungsvorlage diskutiert werden kann. "Ich hoffe, dass der Turm im Sommer dann wieder steht."

Ein gewichtiges Thema und gleichzeitig ein Sorgenkind für das Stadtteilparlament seien die vielen Leerstände. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Bemühungen, Ideen und Debatten um eine Belebung der Ladenlokale, von denen etliche schon seit Jahren nicht mehr vermietet sind, die BV Süd beschäftigt. Grote wiederholt seine Kritik an manchem - nicht an allen - Vermietern. Weil er sich hier und da persönlich in die Suche nach einer neuen Nutzung eingeschaltet hat, sei ihm aufgefallen, wie unflexibel der eine oder andere Immobilieneigner doch sei. Mit Erfolg wurde ein Geschäft am Zentralpunkt gleich neben der Filiale der Stadtsparkasse neu vermarktet. Dort hat sich ein Computerladen mit Verkauf und Reparaturservice angesiedelt. "Das ist ein richtig schöner Laden geworden", findet der Bezirksbürgermeister. Und jeder Leerstand, der verschwinde, motiviere vielleicht andere, es auch einmal im Südbezirk zu versuchen. In dieser Hinsicht möchte er seine Initiative weiterverfolgen, leere Schaufenster vorübergehend anderweitig zu nutzen, etwa zur Warenpräsentation anderer Geschäfte oder im Bezirk ansässiger Unternehmen. "Wir müssen hier am Ball bleiben und etwas tun. Denn wir wissen auch nicht, wie sich die Ansiedlung des DOC in Lennep auf die anderen Stadtteile auswirken wird", sprach Stefan Grote einen möglichen Kaufkraftverlust an.

Insofern sei es ein gutes Signal, dass der in der Industriestraße ansässige Obi-Markt sein Angebot vergrößern wolle. Eine Expansion des Baumarktes am Standort wolle die BV auf jeden Fall unterstützen. "Es sind ja noch planungsrechtliche Dinge zu klären. Obi hat auf jeden Fall eine Ankerfunktion. Davon profitieren auch andere", ist er überzeugt.

Dass es seitens des Sportdezernates der Stadtverwaltung Bestrebungen gebe, das Freibad Eschbachtal über den normalen Schwimmbetrieb hinaus attraktiver zu gestalten, freut Grote als Bezirksbürgermeister und Vorsitzender des Freibad-Fördervereins gleichermaßen. Zumal Bad und Verein der Diebstahl, bei dem im letzten Juli knapp 38.000 Euro aus dem Tresor gestohlen wurden, sehr belastet habe. Nach erfolglos versuchter Aufklärung hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren nun eingestellt. "Das ist bedauerlich, aber wenigstens sind Vorkehrungen getroffen worden, dass so etwas nicht mehr passiert", sagt Stefan Grote.

Quelle: RP
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