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Remscheid
Politiker will Bericht über Gewalt auf Remscheider Sportplätzen

Remscheid: Politiker will Bericht über Gewalt auf Remscheider Sportplätzen
Martine Wieczorek ist Schiedsrichterin und kennt das Problem FOTO: Archiv
Remscheid. Der Sportausschuss soll das Thema Gewalt auf Remscheider Sportplätzen aufgreifen. Diese Forderung stellte Klaus Wetzel (Linke) am Mittwoch in der Sitzung des Sportausschusses. Immer wieder lese oder höre er von brenzligen Zwischenfällen auf den Sportplätzen, sagte Wetzel. Höchste Zeit also zu erfahren, wie sich die Situation aktuell in Remscheid darstelle. Von Henning Röser

Als jüngstes Beispiel nannte er den Fall von drei Erwachsenen (zwei Zuschauer, ein Trainer), die am Rande eines Spiels der E-Junioren aneinandergerieten. Unter anderem wurde dabei der Schiedsrichter bedroht und beleidigt, auch zu Schlägen untereinander kam es. Die Folge: Alle drei Protagonisten dürfen nach einem Urteil der Spruchkammer zwei Jahre lang keine Sportplätze mehr betreten.

Sportamtsleiter Bernd Fiedler sagte, dass sich aus seiner Sicht die Situation im vergangenen Jahr etwas entspannt habe. Es habe 2014 keine extremen Fälle gegeben. Gleichwohl sei das Thema präsent. Immer wieder müssten die Hausmeister und Platzwarte der Stadt die Polizei rufen, um das Ortsrecht auf den städtischen Sportanlagen durchzusetzen.

Sportbund-Mitarbeiterin Martine Wieczorek, die als Schiedsrichterin aktiv ist, berichtete von einer steten Präsenz von Gewalt und Aggressivität auf den Plätzen. Zwar seien es nicht unbedingt mehr Fälle geworden im Vergleich zu den Vorjahren, aber wenn es eskaliere, gehe es heftiger zur Sache.

Die Vereine seien in manchen Fällen "machtlos", sagte Joachim Weber, Vorsitzender der SG Hackenberg. So habe sich der genannte Vorfall bei den E-Junioren nach dem Spiel und außerhalb des Sportplatzes zugetragen. Es seien Eltern der jungen Kicker gewesen, die hier aus der Rolle fielen.

Der auch für den Sport zuständige Dezernent Thomas Neuhaus bot an, für eine der kommenden Sitzungen des Sportausschusses einen Bericht der Polizei einzuholen. Die soll aus ihrer Sicht berichten, wie sie die Gewalt-Situation auf den Remscheider Sportplätzen bewertet.

Zuletzt war das Thema 2013 in der Politik. Der Fußballkreis, der Sportbund Remscheid und die Stadt hatten damals von eine, Maßnahmepaket mit acht Punkten (unter anderem Hausverbote) berichtet, das vorbeugend wirken soll.

Quelle: RP
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