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Remscheid
Preis will junges Ehrenamt würdigen

Remscheid: Preis will junges Ehrenamt würdigen
"Vorschläge können Bürger auch telefonisch unterbreiten", sagt Michael Ketterer vom städtischen Jugendamt. FOTO: HN (archiv)
Remscheid. Bürger sind aufgerufen, bis zum 6. Oktober fleißige Helfer vorzuschlagen. Auszeichnung im November. Von Henning Röser

Ob bei der Jugendfeuerwehr, als Schulpaten, in den Parteien, als Helfer in der Kirchengemeinde oder im Sportverein - junge Menschen sind in Remscheid eine wichtige Säule des Ehrenamts.

Der Wettbewerb "Stark! Ausgezeichnet! Jugend engagiert in Remscheid" will diese meist im Hintergrund stattfindene Arbeit ins Rampenlicht rücken und den Einsatz der aktiven Jugendlichen würdigen. Initiator ist das Lokale Bündnis für Familie, das den Preis erstmals 2011 auslobte und ihn seitdem im Dreijahres-Rhythmus vergibt.

Bis zum 6. Oktober können Bürger junge Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren vorschlagen, deren Einsatz sie gewürdigt wissen wollen. Das geht per Postkarte oder per E-Mail. Auf der Internetseite der Stadt ist ein Button eingerichtet, der zum Formular führt. Auch telefonisch kann man unter der Nummer 16-2738 Vorschläge machen, sagte Michael Ketterer vom Jugendamt der Stadt. Eine kurze Begründung reicht.

Die Vorschlagenden werden dann nach Ende der Vorschlagsfrist angerufen und kurz interviewt, berichtet Eva Maria Kremer vom Lokalen Bündnis die weiteren Schritte. Die Nominierten erführen erst später von ihrem "Glück". Auf der Basis der Gespräche werden kurze Steckbriefe der Teilnehmer erstellt. Diese werden dann Anfang Juli von einer mehrköpfigen Jury gesichtet.

Am 26. November werden die Preisträger dann im Jugendzentrum Kraftstation im Rahmen einer Feier mit rund 120 Gästen geehrt. Unter anderem winkt den Siegern eine Reise nach Madrid, die vom Rotary- Club Lennep gespendet wird. Auch das Sana-Klinikum gehört mittlerweile zum wachsenden Kreis der Unterstützer.

Der Wettbewerb biete die Gelegenheit, dem Vorurteil, dass junge Menschen sich nicht für ihre Stadt engagieren, positive Beispiele entgegen zu setzen, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Schirmherr des Wettbewerbs ist. Er habe bereits zwei Vorschläge im Kopf, verriet er gestern. Als gutes Beispiel nannte der OB den Jugendrat der Stadt, sein persönliches "Lieblingsgremium" des Stadtrates. Dessen neu gewählte Vorsitzende Alegria Milanda darf den OB nicht nur bereits duzen, sondern lobte gestern auch die Idee hinter dem Wettbewerb. Für Jugendliche sei es schön zu wissen, wenn ihr Einsatz von der Öffentlichkeit geschätzt werde.

"Ein begründetes Lob ist die beste Motivation" weiß auch Julia Dill, Pädagogin in der Kraftstation. Es mache die jungen Menschen sehr stolz, wenn ihr Engagement gewürdigt werde, berichtet sie aus Erfahrungen der ersten beiden Runden. Es zeige sich, dass die Nominierung die Jugendliche oft bestärke, mit ihrem ehrenamtlichen Engagement weiterzumachen.

Vorschläge per Post Stadt Remscheid, Der Oberbürgermeister, Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, z. Hd Michael Ketterer, Haddenbacher Straße, 42855 Remscheid.

Quelle: RP
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