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Remscheid
Prita Grealy zieht Publikum in ihren Bann

Remscheid: Prita Grealy zieht Publikum in ihren Bann
Die australische Sängerin Prita Grealy bei ihrem Auftritt im Rack'n' Roll. Ihr siebtes Album erscheint in den kommenden Wochen. FOTO: Jumo
Remscheid. Songwriterin aus Australien überzeugte im Rack'n' Roll musikalisch und mit ihrer positiven Ausstrahlung. Von Cristina Segovia-Buendía

Die australische Künstlerin Prita Grealy gab am Sonntagabend ein großartiges Konzert im Rack'n'Roll in der Daniel-Schürmann-Straße. Mit ihren schwerelosen Songs, einer ohrenschmeichelnden heiser klingenden und warmen Stimme sowie ihrer herzlich-offenen Art begeisterte sie das Publikum komplett, von Beginn an.

Die Lebensfreude, die Prita Grealy versprühte, war unausweichlich ansteckend: Sympathisch, stets lächelnd und mit funkelnden Augen stellte sie sich bereits zum dritten Mal dem Remscheider Publikum. Eine talentierte Singer- und Songwriterin aus Down-Under, mit Einflüssen aus Hip Hop, Soul und Folk, ausgestattet mit einer markanten Stimme und selbst komponierten Stücken, die Ohrwurm-Charakter besitzen. Seit vier Jahren lebt Grealy in Berlin und tourt seitdem durch Europa, mit dem Ziel, den alten Kontinent mit ihrer Musik zu begeistern. In den kommenden Wochen wird sie ihr siebtes Studioalbum "Northern Lights" veröffentlichen.

Ihre Konzerte seien eine Reise wert, sagte Bistro-Inhaber Max Süss zu Beginn bei seiner Ankündigung, die er versuchte kurz zu halten: "Ich freue mich nämlich schon die ganze Woche auf Prita."

Diese Freude war allein optisch nachvollziehbar: Eine natürliche, hübsche Frau in ihren Mittdreißigern, im aufreizenden, geblümten Kostüm und schwarzen Leggins, mit einem strahlendem Lächeln. Doch auch musikalisch stellte sich bald heraus, dass Grealy ordentlich grooven kann und ihr Instrument, die Gitarre, bestens beherrscht.

Ihr erster Titel "By your side", ein Stück das sie zur Hochzeit ihrer Schwester schrieb, klang eingängig und schön, melodisch und harmonisch. Ihre sanfte Stimme zog die Gäste in ihren Bann. Sie staunten, als Grealy sich im zweiten Refrain mit der Loop-Station alleine begleitete. Das Gerät hatte ihren ersten Refrain aufgenommen, auf den sie die Zweitstimme sang. Es ersetzte einen ganzen Chor. Sie überraschte auch als Beatboxerin und überzeugte mit einer außergewöhnlichen Musikalität. Dafür erntete sie viel Applaus, für den sie sich freudestrahlend mit einem Lachen bedankte. Das Publikum lachte mit ihr. In wenigen Minuten hatte Grealy eine wunderbar entspannte Atmosphäre geschaffen, zum schwelgen und träumen.

Die Künstlerin präsentierte sich nahbar und unkompliziert, teilte sich für einige Stücke die Bühne mit dem Rack-Tontechniker Alfred am Saxofon, sang aber auch ohne Technik und streifte dabei durch die Tischreihen, ganz nah am Publikum.

Fazit: Ein tolles Konzert mit einer hoch musikalischen Künstlerin, die zweifelsohne auf die ganz große Bühne gehört.

Quelle: RP
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