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Remscheid
Profil eines Seniorenbüros soll jetzt geschärft werden

Remscheid. OB Mast-Weisz regt an, dass Seniorenbeirat seine Wünsche an die zentrale Anlaufstelle zusammenträgt. Von Solveig Pudelski

Wer bietet wann und wo eine Rentenberatung an? Was muss ich bei einer Vorsorgevollmacht beachten? Welche Vereine bieten Seniorensport an? Wer könnte mich für kleines Geld zum Friedhof begleiten, damit ich mich sicherer fühlte? Solche und ähnliche Fragen stellen sich viele Senioren. Sie wünschen sich eine Anlaufstelle, wo Beratung und Information gebündelt wird. Gestern vereinbarte der Seniorenbeirat auf Anregung der Stadtspitze eine Strategie, wie älteren Remscheidern besser geholfen werden könnte.

Das sind die Schritte: Der Seniorenbeirat trägt alles zusammen, was solch eine Stelle bieten sollte und reicht die Liste an die Stadt weiter. "Wenn Sie die Hausaufgaben gemacht haben, schauen wir, welche Leistungen wir bereits erbringen", sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Nach der Sommerpause soll darüber diskutiert werden, was fehlt und wo der Service verortet wird, wie er für Ältere barrierefrei und transparent gestaltet wird.

Wie berichtet, wünscht sich der Seniorenbeirat einen Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung für die Belange der älteren Generation, möglichst an einem gut erreichbaren, zentralen Ort in der Stadt, barrierefrei und mit Behinderten-WC ausgestattet. Hier soll es Informationen geben über Alterssicherung, altersgerechten Wohnraum, Nahversorgung, Mobilität im Alter, Renten- und Pflegeberatung, Freizeit-, Sport-, Bildungs- und Kulturangebote, Hilfen zur Unterbringung Pflegebedürftiger, Hilfen im Alltag, über mobile Beratung und vieles mehr. Auch Wünsche und Anregungen könnte der "Seniorenbeauftragte" entgegennehmen - Verlängerung für Grünphasen an Fußgängerampeln, früheres Einschalten der Straßenbeleuchtung in der dunklen Jahreszeit, ein zweiter Bürgerbus, der an einigen Tagen die Friedhöfe anfährt, und Beibehaltung der Taschengeldbörse, nannte Seniorenbeiratsvorsitzende Elke Rühl ein paar Beispiele.

In Nürnberg, einer Stadt mit 500.000 Einwohnern, gebe es 21 Mitarbeiter im Seniorenbüro, "da muss es doch in Remscheid möglich sein, auch solch eine Anlaufstelle für Senioren zu schaffen", zog Elke Rühl einen Vergleich. Zusätzliches Personal müsse dafür nicht eingestellt werden, sagte sie. In der bayrischen Stadt gehörten zum Team auch Ehrenamtliche und 450-Euro-Kräfte. Auch in Stollwerk bei Aachen sei eine solche Koordinierungsstelle für Ältere geschaffen worden, nannte Hermann Josef Hohn, stellvertretender Vorsitzender, ein weiteres Vorbild. Er regte außerdem an, dass eine "Wo-ist-was Broschüre" erstellt wird - als Wegweiser für die Generation 60 plus.

Quelle: RP
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