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Remscheid
Prognose für Zukunft der Neye schwierig

Remscheid. Auch exakt ein Jahr nach dem Gülleunfall an der Neyetalsperre ist nicht sicher, ob und wie sich das Gewässer von der Umwelt-Katastrophe erholen wird. Eine Vorhersage sei zum jetzigen Zeitpunkt "schlicht nicht möglich" sagt Joachim Frings von den Stadtwerken, die gestern zusammen mit den Wupperverband überden Stand der Dinge informierten. Bedingt durch das kalte Wetter der vergangenen Wochen hat das Talsperrenwasser sowohl an der Oberfläche als auch in tieferen Schichten nahezu die gleiche Temperatur. Es durchmischt sich ständig. Erst wenn das Wetter wärmer wird, lasse sich erkennen, ob die natürliche Flora und Fauna sich erholt hat und die Schadstoffbelastung gesunken ist. Nach der Einleitung der Gülle war die Talsperre im vergangenen Sommer überdüngt, die Algen wuchsen übermäßig und das senkte den Sauerstoffgehalt im Wasser. Von Henning Röser

Auch im Prozess gegen den vermeintlichen Verursacher des Gülleunfalls, ein Landwirt, gibt es keine Entscheidung. Die Ermittlungen laufen noch. Am 8. Juni startet ein zivilrechtliches Verfahren gegen den Bauern. Er weist alle Forderungen nach Schadenersatz zurück. Auch seine Versicherung hat bislang nicht zum Unfall Stellung genommen, sagen die Stadtwerke.

Quelle: RP
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