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Remscheid
Radler nutzen die Balkantrasse schon

Remscheid: Radler nutzen die Balkantrasse schon
Noch ist der Rad- und Wanderweg auf der "Balkantrasse", der ehemaligen Bahntrasse zwischen Wermelskirchen und Lennep, nicht fertiggestellt. Viele Radfahrer nutzen sie aber jetzt schon – wie gestern kurz vorm Lenneper Bahnhof, wo der Radweg endet bzw. beginnt. FOTO: Jürgen Moll
Remscheid. Alles im Zeitplan: Die Arbeiten an dem Rad- und Wanderweg laufen rund, berichten Stadt und EWR. Anfang Februar kommt die neue Brücke über die B 237. Um die touristische Vermarktung kümmert sich die Bergische Entwicklungsagentur. Für den 22. April ist die Eröffnung geplant. Von Henning Röser

Drei Monate noch, dann wird der Rad- und Wanderweg auf der ehemaligen Balkantrasse zwischen Lennep und Bergisch Born offiziell eröffnet. Die Vorfreude auf dieses für die Region so wichtige Freizeitprojekt ist auch in der Politik groß. Von einem "Lichtblick für die bergische Region" sprach SPD-Sprecher York Edelhoff am Dienstagabend im Bauausschuss.

Kosten bleiben im Rahmen

Zuvor hatte Mike Giera von der Stadtwerketochter EWR gute Nachrichten verkündet. Die Arbeiten an dem 4,5 Kilometer langen Asphaltband sind im Zeitplan, die Kosten für die zum großen Teil aus Fördermitteln finanzierte Trasse bleiben im geplanten Rahmen. Drei der vier Brücken im Streckenverlauf wurden bereits saniert. Nächster Meilenstein: Am 9. Februar wird in den Morgenstunden die neue Brücke über die B 237 an der Bornefelder Straße angeliefert. Sie ähnelt in der Bauweise der Aluminium-Brücke, die auf der Trasse des Werkzeugs in der Nähe des Hauptbahnhofs über die Alexanderstraße führt.

An mehreren Stellen der Route sind beschilderte Zugänge geplant, berichtete Gerald Hein, Leiter des Amtes für Straßen und Brückenbau, das zusammen mit den EWR das Projekt betreut. Im Alten Berge etwa ist die Trasse an das bestehende Wegenetz zur Eschbachtalsperre angebunden.

Wie Hein berichtete, ist jetzt auch "Leverkusen mit an Bord". Auch dort soll die Bahntrasse umgebaut werden. Dann könne man bald von Lennep aus bis an den Rhein radeln und habe auf dem Rückweg nur mit wenig Steigung zu kämpfen, freute sich Grünen-Ratsfrau Jutta Velte.

In seinem Powerpoint-Vortrag hatte Hein auch einen kleinen Platz für Visionen reserviert. Ein Bild zeigte die Idee einer Stromtankstelle für sogenannte Pedelecs – Fahrräder mit Akkuunterstützung, die auch nicht so fitten Radlern das Bewältigen langer und bergiger Strecken ermöglicht.

Sicher sei das keine Idee für die freie Strecke, sagte Giera der BM auf Nachfrage. Aber die Vorstellung, dass ein Radler, der bei seiner Tour vom Rhein hinauf ins Bergische bei einer Rast in einer Gaststätte am Wegesrand die Zeit nutzt, um den Akku seines Gefährts an einer dort angesiedelten Ladestation auftanke, sei nicht so abwegig. Man merkt: Die EWR, die der Stadt durch den Ankauf des Grundstückes geholfen hat, haben auch so ihre Ideen, wie man das Freizeitprojekt weiter begleiten kann.

Um die touristische Vermarktung dieses Vorzeigeprojektes werde sich die Bergische Entwicklungsagentur kümmern, sagte Hein.

Quelle: RP
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