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Remscheid
Radtrassenverlauf bleibt umstritten

Remscheid: Radtrassenverlauf bleibt umstritten
Auch um diesen Streckenabschnitt im Bereich der Blume gibt es Diskussionen. Der Heimatbund macht sich für einen Radweg im Bereich der Autobahnauffahrten stark. FOTO: Moll, Jürgen (jumo)
Remscheid. Bei den Überlegungen zur Fortführung der Balkantrasse zeichnet sich noch keine klare Richtung ab. Von Stefanie Bona

Der hinter den Gleisen am Lenneper Bahnhof und neben dem neuen Gewerbegebiet geplante Radweg steht zur Disposition. Wie berichtet, passt der dort vorgesehene Neubau für die Freiwillige Feuerwehr Lennep laut städtischem Gebäudemanagement nicht auf das Grundstück, sollte die Verlängerung der Balkantrasse an dieser Stelle realisiert werden.

Andreas Roeschies vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub in Remscheid sieht die Sache differenziert: "Der Bau ist deshalb so nicht realisierbar, weil man keine weiteren Architektenkosten haben möchte." Denn die Feuerwache solle ja anhand der bestehenden Pläne für die Gerätehäuser Hasten und Lüttringhausen errichtet werden. "Kosten sparen ist grundsätzlich richtig. Aber wenn man den Radweg jetzt nicht dort baut, vergibt man diese Möglichkeit langfristig."

Vom Gewerbegebiet am Bahnhof könnte die Radroute neben der Bahnstrecke weiter in Richtung Lüttringhausen gebaut und dann wieder in Richtung B 51 geführt werden. Auch der Heimatbund Lüttringhausen wünscht sich die Verlängerung der Radroute und schlägt vor, den Weg vom Ende der Balkantrasse über die Straßen Am Bahnhof/Gartenstraße, dann durch die Eisenbahnunterführung an der Schlachthofstraße auszuweisen und dann entlang der Bahnstrecke anzulegen. Damit könne man die Grundstücksprobleme im Rahmen des Neubaus der Feuerwache Lennep vermeiden.

Im Zuge des bei Realisierung des DOC erforderlich werdenden Aus- und Umbaus der Lüttringhauser Straße und der Autobahnanschlussstelle könne ein Radweg eingeplant werden. Und eben das ginge nicht, argumentiert Verkehrsexperte Hans-Otto Heming von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR). "Es gibt auf beiden Brücken an der Lüttringhauser Straße keinen ausreichenden Querschnitt für einen Radweg", erläutert er. Soll heißen: Gerade an der Eisenbahnbrücke ist die Straße für eine solche Maßnahme zu schmal. Heming schlägt vor, dass Radfahrer vom Lenneper Bahnhof über die Garten- und Lüttringhauser Straße ihren Weg fortsetzen können. Die Marschrichtung bei Land und Bund ginge ohnehin dorthin, die Radfahrer in den Straßenverkehr zu integrieren.

Der Heimatbund warnt indes davor, dass gerade hinsichtlich des erwarteten DOC-Verkehrs auf einer dann fünfspurigen Hauptverkehrsstraße niemand fahren könne, ohne "Leib und Leben" zu gefährden. Heming sieht das entspannter. Die Lüttringhauser Straße aus Richtung Lennep bis zur Ringstraße werde diesbezüglich keine große Rolle spielen. Und das folgende "kurze" Stück bis zur Richthofenstraße in Lüttringhausen müsse man dann eben mit der entsprechenden Vorsicht befahren. Andreas Roeschies bestätigt, dass auf den Straßen viel weniger Unfälle passieren, als auf den Radwegen. Immer dort, wo Radstrecken sich mit der Straße und dem Autoverkehr kreuzten, seien Gefahrenpunkte. Dennoch möchte er den Radfahrern die Wahlfreiheit überlassen. Auch das Argument, von der Balkantrasse müsse man das Rad die Treppe herunter- und wieder hinauftragen, um auf die Fortführung auf der anderen Bahnhofsseite zu kommen, zieht für ihn nicht. "Es gibt Rampen, über die man das Rad bequem auch entlang von Treppen schieben kann."

Quelle: RP
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