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Remscheid
Rasengrün statt Dolomit-Sand

Remscheid. Jugendratsmitglied setzt sich für einen besseren Belag des Bolzplatzes an der Burger Straße ein. Von Cristina Segovia-Buendía

Jugendliche wünschen sich einen neuen Bodenbelag für ihren Bolzplatz im Südbezirk. Dafür eingesetzt hat sich auch Jugendratsmitglied Yakub Arslan, der diese Woche ein erstes Vor-Ort-Gespräch mit Michael Ketterer von der Jugendförderung und Grünflächenplaner Dirk Buchwald führte. Anlass zur Hoffnung auf Besserung gab es nicht.

Als Yakub Arslan 2016 für den Jugendrat kandidierte, versprach er, sich für einen Bolzplatz am Rosenhügel einzusetzen. Denn ihr bisheriger Spielort wurde im Rahmen der Erneuerung der Komsumterrassen, abgeschafft. Rechtlich ist der frühere Bolzplatz aufgrund der Nähe zur dichten Wohnbebauung nicht zulässig. Der nächstgelegenere Platz - hinter den Häusern an der Burger Straße 16 - ist für die rund 200 Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 17 Jahren, für die sich Arslan einsetzt, eine Ausweichmöglichkeit -allerdings wegen des rauen und staubigen Untergrundes aus Dolomitsand keine beliebte.

"Viele fahren lieber zum Stadtpark, obwohl die Plätze dort schon immer super überfüllt sind." Der 16-Jährige äußerte im Jugendrat den Wunsch, den vorhandenen Platz im Südbezirk für die Nachbarskinder verbessern zu wollen. Michael Ketterer von der Jugendförderung nahm den Wunsch ernst und vereinbarte einen unverbindlichen Termin mit Grünplaner Dirk Buchwald, der sich nun die Fläche mit ihnen gemeinsam ansah.

"Was ich hier sofort erkenne, ist, dass der Platz hoch frequentiert ist. Andernfalls wäre der Bolzplatz schon mit den angrenzenden Grashalmen überwachsen", sagte Buchwald. Es sei eine saubere Spielfläche in einem sehr guten Zustand. Eigentlich bestehe kein Renovierungsbedarf: "Da gibt es andere Plätze, die wesentlich schlechter aussehen und auf der Prioritätenliste viel höher stehen."

Arslan und seinem Freund Osman Akbulut (16) gab er damit zu verstehen, dass ein kostspieliger Austausch des Bodenbelags, der grob überschlagen rund 35.000 Euro kosten würde, angesichts des knappen Etats finanziell nicht zu stemmen sei. "Wenn ihr jetzt bedenkt, dass der Stadt jährlich für die Unterhaltung und Reparaturen aller öffentlichen Spielflächen 10.000 Euro zur Verfügung stehen und wir allein für die Umsetzung hier dreieinhalb Jahre alle anderen Flächen vernachlässigen müssten, könnt ihr euch ja vorstellen, wie schwierig es sein würde, euren Wunsch nachzukommen", erklärte Ketterer.

Wie auch schon bei der Parkoursanlage am Bahnhof müsste der größte Teil der Mittel durch Spenden und Sponsoren finanziert werden. Die Jungs zeigten sich jedoch motiviert, weiter zu machen: "Wir würden alles tun, um hier den neuen Belag zu ermöglichen", sagte Arslan. Er wolle sich darum kümmern, alle fußballbegeisterten Kindern aus dem Bezirk zusammen zu trommeln und Ideen zu sammeln.

Ketterer und Buchwald ihrerseits versprachen ihnen eine genaue Kostenermittlung zu präsentieren, ohne ihnen jedoch große Hoffnungen auf einen Erfolg zu geben. Der Ball liegt nun bei den Jugendlichen. Sofern sie ihren Wunsch realisieren wollen, müssen sie sich ins Zeug legen.

Quelle: RP
 
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