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Remscheid

Remscheid. Noch hat das Wasser in den Schwimmbecken mit gerade mal 14 Grad "Nordsee-Qualität". Markus Dobke vom Sportamt geht aber davon aus, dass das angekündigte Hoch - mit bis zu 30 Grad am Freitag - die Temperatur auf angenehme Grade heizt und dem Freibad viele Besucher beschert. Ab morgen finden sie jedenfalls eine angenehme Abkühlung in den Fluten. Und immerhin wartet dieser Tag der inoffiziellen Eröffnung mit 23 Grad im Schatten auf - das ist fast schon ein richtiger Sommertag. Der offizielle Startschuss zur Freibadsaison falle im Juli mit einer gemeinsamen Feier des Fördervereins Freibad Eschbachtal. Von Solveig Pudelski

Zur neuen Open air-Schwimm- und Badesaison gibt allerdings ein paar Wermutstropfen: Weil das Aufsichtspersonal trotz mehrfacher Aufrufe knapp ist, gibt es zunächst verkürzte Öffnungszeiten. Das Tor zum Bade- und Freizeitvergnügen wird erst mittags geöffnet. Wer einen Besuch plane, solle frühzeitig an der Kasse stehen, rät Dobke - aus Sicherheitsgründen sei nur ein beschränkter Einlass möglich. Erst wenn der "dritte Mann" mit an Bord ist, könne den Schichtbetrieb wieder aufgenommen werden. Noch einmal springt ab 20. Juni der ehemalige Badleiter Jochen Drosten ein. Dobke: "Trotz aller Bemühungen findet man keine Bademeister für die doch recht kurze Saison."

Außerdem geht die große Rutsche, die Attraktion für jüngere Gäste, aus Sicherheitsgründen erst ab den Sommerferien in Betrieb. Zuvor müssen altersbedingte Mängel behoben werden. Es gebe aber nur einen Lieferanten, der das Ersatzteil herstellt, entsprechend lang seien die Lieferzeiten. "Wir müssen uns Gedanken machen, wie es mit der Rutsche weitergeht", sagt Dobke. Reparaturkosten könnten höher liegen als eine Neuanschaffung, die schätzungsweise mit sechsstelliger Summe zu Buche schlage.

Die große Sorge bleibt die Personalausstattung. Neben dem Badleiter und dem Bäderfachangestellten sind Saisonkräfte im Einsatz. Deren Anzahl sei allerdings sehr geschrumpft. Dringend gesucht werden daher Helfer für die Badaufsicht. Bewerber müssen mindestens 18 Jahre alt sein, ein polizeiliches Führungszeugnis und ein Schwimmabzeichens DLRG Silber haben, um im Ernstfall Menschen aus den Becken retten zu können. Badleiter Jürgen Beelte erklärt: "Für 3000 Badegäste benötige ich zehn Rettungsschwimmer."

Quelle: RP
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