| 17.19 Uhr

Polizei-Einsatz in Remscheid
Hier steht ein Pferd auf dem Gleis

Remscheid: Feuerwehr holt Pferd von den Gleisen
! Im Gleisbett war das Pferd in Richtung Lennep unterwegs. # Einsatzleiter Ferdinand Rockholtz legte dem jungen Tier ein improvisiertes Halfter an. FOTO: Ralf Kollmann
Remscheid. Die Polizei hat in Remscheid-Lennep ein Pferd von einer Zugstrecke geholt. Das Tier war in Wuppertal ausgebüxt. Es kam auf einem Bauernhof unter.  Von Henning Röser

Ob sich Feuerwehrmann Ferdinand Rockholtz als Kind gerne als Cowboy verkleidet hat, ist nicht bekannt. Am Dienstagmittag zeigte der Einsatzleiter der Remscheider Feuerwehr auf jeden Fall sein Händchen für Pferde. Mit Seilen, die die Feuerwehr auf ihrem Einsatzwagen immer dabei hat, holte Rockholtz im Bereich des Gartencenters Kremer in Remscheid-Lennep ein ausgebüxtes Pferd von den Gleisen der S-Bahn-Strecke zwischen Wuppertal und Solingen.

"Pferd im Gleisbett" - diese Meldung ging bei der Feuerwehr gegen 12.42 Uhr ein. Anwohner hatten das Tier in Höhe des Lüttringhauser Bahnhofs gesehen. Nachdem eine Meldung zur Sperrung der Strecke abgesetzt war, machte sich die Feuerwehr auf den Weg. In Höhe der Autobahnbrücke an der Blume gab es Sichtkontakt. Der junge Vierbeiner war da bereits in Lennep angekommen. "Vielleicht wollte es ja ins Gartencenter in die Rosenabteilung", scherzt Rockholtz. Auf dem Gleisabschnitt in Höhe Kremer ging die Feuerwehr auf die Gleise. "Das Tier war zum Glück sehr zutraulich - wir haben uns gleich verstanden", sagt der Einsatzleiter. Er konnte dem Tier ein Seil umlegen und es sicher von den Gleisen führen. An die Bahn erging die Meldung, dass die Strecke wieder frei war.

FOTO: Ralf Kollmann

Pferd kam auf Bauernhof unter

Wohin nun mit dem Tier? Hilfe fanden die Tierfänger der Feuerwehr beim Kameraden Christian Wette. Der Löschgruppenführer der Einheit Lennep wohnt auf einem Bauernhof in Endringhausen. Dorthin brachte Rockholtz das Pferd - zu Fuß. Ein Pferdetransporter gehört nicht zur serienmäßigen Ausstattung der Einsatzkräfte. Hier fand das Tier Unterschlupf in einem warmen Stall. Futter gab es auch.

Wie sich herausstellte, war das Pferd schon eine Weile unterwegs. Es hatte sich von einer Weide in Wefelspütt in Wuppertal auf den Weg gemacht. Der Besitzer muss mit keinen Kosten rechnen. Rettung von Tieren in Not gehört zu den originären Aufgaben der Feuerwehr.

Bereits am Vormittag war die Feuerwehr zu einem Brand zum Heintjeshammer an der Grenze zu Wermelskirchen ausgerückt. In einem leerstehenden Haus brannte es aus noch ungeklärter Ursache. Tankwagen rückten zur Sicherheit mit aus, doch die Freiwillige Feuerwehr pumpte das Löschwasser vor Ort aus dem nahen Eschbach.

Quelle: RP
 
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