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Remscheid
Remscheid holt zwei Physikpreise

Remscheid: Remscheid holt zwei Physikpreise
Von Fischfutteranlage bis Zentrifugalkraf - die Preisträger des diesjährigen Physikpreises forschen im ganzen Spektrum der Naturwissenschaft. In der Klosterkirche wurden sie für ihre Arbeiten ausgezeichnet. FOTO: Nico Hertgen
Remscheid. Schüler vom Leibniz-Gymnasium und vom RöGy wurden in der Klosterkirche für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Von Bernd Geisler

Bei der 21. Verleihung des "Physikpreises Bergisches Land" für Arbeiten von Schülern stand selbstverständlich die Physik im Mittelpunkt. Mit seiner Arbeit "Bau und Funktionsweise eines Stickstofflasers" gewann Lukas Schmidt-Russnak vom Carl-Duisberg-Gymnasium in Wuppertal den ersten Preis. Den zweiten Preis erhielt Nils Eberhardt vom Leibniz-Gymnasium in Remscheid aufgrund seiner Arbeit "Möglichkeiten der Elektrotechnik-Plattform "Arduino" am Beispiel einer vernetzten Fischfutteranlage mit dem Schwerpunkt 'Internet der Dinge'".

Auf dem dritten Siegertreppchen stand Joshua Adamek vom Röntgen-Gymnasium in Lennep mit seiner Arbeit "Komplexe Zahlen - Anwendungen bei elektrischen Impedanzen".

Den Sonderpreis des Landtagsabgeordneten Sven Wolf (SPD) zur Förderung des weiblichen naturwissenschaftlichen Nachwuchses erhielt Saskia Hagedüs von der Gesamtschule Langerfeld in Wuppertal. Ihre Arbeit war die beste von allen Arbeiten, die Schülerinnen eingereicht hatten. Ihr Thema: "Überprüfung der Formel für die Zentrifugalkraft".

Die Preise bestanden aus Geldbeträgen von 1000, 750, 500 und 250 Euro. Die Schule des 1. Preisträgers erhielt zusätzlich 500 Euro. Der Verein zur Förderung von Wissenschaft und Kultur schreibt diesen Physikpreis jährlich an Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 der weiterführenden Schulen im Bergischen Land aus. Dieses Jahr reichten vier Teilnehmerinnen und fünf Teilnehmer aus Schulen in Remscheid, Wuppertal und Velbert ihre Bewerbungen ein. Jeder Teilnehmer erhielt eine Teilnahmeurkunde. Sie kann eine wichtige Rolle bei einer späteren Bewerbung spielen.

Leider fehlten drei Teilnehmer bei dieser Preisverleihung. Offensichtlich habe die derzeit grassierende Erkältungswelle zugeschlagen, sagte der Vorsitzende des Fördervereins, Karl-Ullrich Steinhaus. Gleichwohl hat sich für alle der Besuch in der Klosterkirche gelohnt. Gitarrist Kai Heumann aus Lennep umrahmte das Programm mit Latino-Standards und Prof. Dr. Metin Tolan von der TU Dortmund hielt einen kurzweiligen physikalischen Fachvortrag zum Thema: "Mythen und Fakten aus Goldfinger - James Bond und die Physik".

Konnte Bond tatsächlich in der Anfangszene im Auge seiner Gespielin einen Angreifer erkennen? Woran starb die "goldene Dame" wirklich? War Mr. Goldfingers Laserstrahl tatsächlich in der Lage, die Goldplatte zu zerschneiden, auf der James Bond fixiert war? Und war Goldfingers geplanter atomarer Angriff auf die Goldreserven der USA in Fort Knox technisch überhaupt möglich? Tolan lieferte die Antworten. Sie sind auch enthalten im Buch von Metin Tolan und Joachim Stolze "Geschüttelt, nicht gerührt". Alle Teilnehmer des Wettbewerbes bekamen es geschenkt.

Quelle: RP
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