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Remscheid
Remscheid in Blau

Remscheids Blaue Stunde
Remscheids Blaue Stunde FOTO: Moll, J�rgen
Remscheid. Die Blaue Stunde ist die Zeit zwischen dem Sonnenuntergang und dem Einbruch der Dunkelheit. Zur Sonnenwende ist sie in unseren Breiten 50 Minuten lang. Bei Fotografen ist sie besonders beliebt, denn sie zeigt die Welt in einem außergewöhnlichen Licht, das auch Dichter inspiriert. Unser Fotograf Jürgen Moll hat sich auf den Weg gemacht.

In seinem Roman "Tauben im Gras" beschreibt Wolfgang Koeppen die Blaue Stunde als "die Stunde des Träumens, eine Spanne relativer Freiheit, der Augenblick des Freiseins von Tag und Nacht". 

Dieser Freiheit ist Jürgen Moll gefolgt, als er mit seiner Kamera an einem warmen Sommerabend durch Straßen und Gassen, über Hügel und durch die Täler der Stadt streifte und immer wieder den Auslöser drückte. Dabei erfasste er Motive bergischer Schönheit in eben diesem besonderen blauen Licht.

Dieses Licht erklären Physiker mit der Rayleigh-Streuung und der Chappuis-Absorption. Vereinfacht gesagt, verändert sich durch den extrem schrägen Einfall des Sonnenlichts die Farbtemperatur. Dem Betrachter erscheint der Himmel tiefblau.

"Das erzeugt eine schöne Lichtstimmung und Atmosphäre, es spiegelt den Wechsel zwischen dem hektischen Tagesablauf und der aufkommenden Abendruhe", sagt Jürgen Moll. "Als ich gegen 22.30 Uhr bei 27 Grad durch Lennep ging, hörte ich bei der Küchenparty Dirk Trümmelmeier Saxophon spielen, auf Restaurantterrassen unterhielten sich die Gäste leise. Totale Entschleunigung. Eine Stimmung, in der man zu sich finden kann."

 

 
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