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Remscheid
Logistikdienstleister Flesche insolvent

Remscheid. Die Herbert Flesche GmbH & Co. KG, inhabergeführter Logistikdienstleister aus Remscheid, hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte das Amtsgericht Wuppertal Rechtsanwalt Dr. Gregor Bräuer.

"Der Geschäftsbetrieb läuft in vollem Umfang weiter, alle Aufträge werden in gewohnter Qualität, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit ausgeführt", heißt es in einer Pressemitteilung des Insolvenzverwalters.  

Der Anwalt macht sich derzeit vor Ort am Hauptsitz in Remscheid ein  Bild über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, das rund 170 Mitarbeiter am Hauptsitz in Remscheid und den Niederlassungen in Hamburg und Bremen beschäftigt. Dazu wird Dr. Bräuer unverzüglich Gespräche mit allen wesentlichen Beteiligten aufnehmen.

"Die Insolvenzanmeldung hat keinen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb", teilt Dr. Bräuer mit. Alle Aufträge würden mit der bekannten Qualität, Zuverlässigkeit und Schnelligkeit ausgeführt.

Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter des Logistikers seien  für drei Monate über das Insolvenzgeld durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert. Bräuer habe die Vorfinanzierung des Insolvenzgeldes über eine Bank initiiert, damit die Gehälter ohne Verzögerungen ausgezahlt werden können. "Die Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sind nach meinem ersten Eindruck weiterhin sehr motiviert und bereit, den angestrebten Sanierungskurs zu begleiten", berichtet der Düsseldorfer Rechtsanwalt.

Er werde mit seinem Team kurzfristig alle zur Verfügung stehenden Optionen analysieren, das Unternehmen zu sanieren und damit langfristig fortzuführen, heißt es weiter.  Ein mögliches Sanierungsszenario sei beispielsweise die Durchführung eines Planverfahrens, also eine Art Vergleich mit den Gläubigern, unter Einwerbung eines Investors. In Betracht komme auch der Verkauf des Unternehmens an einen Investor.

Die Herbert Flesche GmbH & Co. KG ist ein inhabergeführtes Dienstleistungsunternehmen mit 70-jähriger Transporterfahrung in den Segmenten Lang- und Stückgut.  Von seinen drei Standorten Remscheid, Hamburg und Bremen aus verbindet das Unternehmen nahezu alle Regionen im Rhein-Ruhr-Gebiet mit Norddeutschland und seinen Häfen. Das Unternehmen beschäftigt rund 170 Arbeitnehmer.

(BM)
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