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Remscheid
Remscheid zeigt sich als Stadt der Kultur

Remscheid: Remscheid zeigt sich als Stadt der Kultur
In der "Nacht der Kultur" stellt sich Remscheid anders als sonst dar: Unser Foto zeigt eine Lichtaktion von Gerry Hofstetter, die bei der "Nacht der Kultur" 2007 gezeigt wurde. Die Firma Vaillant sponsert die Veranstaltung großzügig. FOTO: Nico Hertgen (Archiv)
Remscheid. An 80 Orten mit über 100 Kreativen bietet die "Nacht der Kultur" am 24. Oktober ein reichhaltiges Programm. Von Christian Peiseler

Das Programm für die "Nacht der Kultur" am 24. Oktober umfasst so viele Veranstaltungen, dass es schwer fällt, sich zurechtzufinden. Jeder in Remscheid, der in irgendeine Richtung kreativ tätig ist, scheint sich gemeldet zu haben. Über 100 Kulturschaffende hat Andreas Meike vom Stadtmarketing ins Programmheft aufgenommen. Meike, der die Veranstaltung mit seinem Team zum ersten Mal organisiert, traf auf ein Remscheid, das ihm unbekannt war. "Ich bin überrascht, wie kreativ die Remscheider sind", sagt Meike. Die Route durch die "Nacht der Kultur", die sich auf die Stadtbezirke Innenstadt, Hasten, Lennep und Lüttringhausen konzentriert, puzzelt sich jeder am besten selber zusammen. Dazu stellt die Stadt verschiedene Informationsmaterialien zur Verfügung. Neben dem klassischen Programmheft in gedruckter Form, kann sich der Besucher auch über eine App und die Internetseite der Stadt informieren. Was? Wann? Wo? - diese drei Fragen beantworten die Info-Materialien benutzerfreundlich. Wir lassen das Zufallsprinzip walten und uns von der Intuition leiten. So könnte ein Rundgang aussehen: Wir starten in der Martin Luther-Straße bei der Rechtsanwaltskanzlei Haas. Dort tritt der Jamaikaner Errol O. Johnson auf, um ein bisschen karibisches Lebensgefühl in den bergischen Herbst einzustreuen.

Nach diesem beschwingten Beginn legen wir eine Zwischenstation bei der Malerwerkstatt Epe an der Hindenburgstraße ein. Dort zeigt Gundis Friege die künstlerische Entwicklung ihres Mannes Heinz, von den wilden Jahren bis zur konkreten Malerei. Schon mal etwas von "Blechharmonikern " gehört? Die musikalische Comedy-Gruppe will im Teo Otto Theater für unangestrengte Unterhaltung sorgen. Nach so viel guter Laune ist auch mal Ernsteres angesagt: " Asyl ist Menschenrecht" heißt die Ausstellung in der Kirche St. Suibertus, dazu Klezmer-Musik.

Wir sind schon ziemlich lange unterwegs. Also auf nach Lennep, noch schnell in die evangelische Stadtkirche. Den Schluss des Stummfilms "Metropolis" von Fritz Lang wollen wir nicht verpassen, vor allem nicht die Improvisation von Kantor Johannes Geßner an der Orgel. Gegenüber im "Tortenatelier" lockt noch eine bunte Mischung aus Jazz, Blues und Pop.

Jetzt, zu vorgerückter Stunde, steht man am Scheideweg: Einführung in die Kultur des Whisky-Trinkens in Lüttringhausen in der Gertenbachstraße 12 oder zurück nach Remscheid, um den Abschluss der "Kriminacht" in der Zentralbibliothek zu erleben? Wahrscheinlich bleibt man sowie so woanders hängen. Der Zufall ist der beste Begleiter bei der "Nacht der Kultur".

Quelle: RP
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