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Remscheid
Remscheider SPD setzt auf Sven Wolf

Remscheid. Landtagsabgeordneter bei Vollversammlung erneut als Kandidat nominiert / Kämmerer Wiertz bleibt Vorsitzender. Von Stefanie Bona

Selbstbewusst und geschlossen präsentiert sich die Remscheider SPD ein Jahr vor der Landtagswahl im Mai 2017. Als Spitzenkandidat schicken die Genossen erneut Sven Wolf ins Rennen, der bei der Vollversammlung am Samstag per Akklamation einstimmig nominiert wurde. Nun muss Wolf im September noch von der Delegiertenversammlung des Wahlkreises Remscheid-Radevormwald als Kandidat bestätigt werden. Einen weiteren Kandidaten gebe es aber nicht, sagte Antonio Scarpino, Büroleiter des Remscheider Unterbezirks, gegenüber der BM. Auch ihrem Parteivorsitzenden schenkten die Remscheider Sozialdemokraten wieder das Vertrauen. 96,2 Prozent der 104 stimmberechtigten Delegierten votierten für Sven Wiertz, der damit für weitere zwei Jahre die Geschicke der Partei in der Stadt lenken wird. Darüber dass Wiertz bei seiner Wahl zum Stadtkämmerer ausdrücklich angekündigt hatte, das Parteiamt bei den nächsten Wahlen abgeben zu wollen, um mögliche Interessenskonflikte zu vermeiden, und nun doch wieder antrat, wurde geflissentlich hinweggegangen. Statt dessen gab es Lob für Wiertz als städtischer Beigeordneter. "Ihm und seinem Team danke ich für seine hervorragende Arbeit als Kämmerer. Zum ersten Mal seit 25 Jahren können wir einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen", betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

In seinem Rechenschaftsbericht stellte Wiertz die aktive Rolle heraus, die die SPD vor Ort in den letzten zwei Jahren in allen Aufgabenfeldern gespielt habe. Aus dem kleinsten Unterbezirk in NRW würden zudem wichtige Impulse für die Landes- und auch Bundespolitik gesetzt. Der Mitgliederzuwachs zeige, dass es durch das emsige Veranstaltungsprogramm gelinge, Menschen für Politik zu interessieren. Sven Wolf bezeichnete sich als Mandatsträger, der innerhalb der Landtagsfraktion im Ruf stehe, "ein sachlicher und verlässlicher Kollege" zu sein. Sein Verständnis als Abgeordneter in Düsseldorf sei, "der Anwalt der Remscheider Interessen" zu sein. Hier könne er als Bilanz unter anderem sein Eintreten für den Stärkungspakt Stadtfinanzen nennen, der Remscheid immerhin 114 Millionen Euro einbringe, um den Haushalt endlich in den Griff zu bekommen. Ausdrücklich verwahrte sich Wolf gegen die verbalen Torpedos, die aus Richtung Wuppertal gen Remscheid bezüglich der DOC-Pläne geschossen werden. Um die Wogen zwischen den Nachbarstädten zu glätten, habe man den Wuppertaler OB Andreas Mucke in die Ratsfraktion eingeladen. "Miteinander zu sprechen, ist besser, als sich Briefe zu schreiben", sandte Wolf eine Spitze gegen die Remscheider CDU, die sich per Brief an ihre Parteifreunde in Wuppertal über den rüden Ton in Zusammenhang mit den Remscheider Outlet-Plänen beklagt hatte.

Quelle: RP
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