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Remscheid
Renaturierung des Lohbachs geht weiter

Remscheid. Die Arbeiten dauern bis Ende September an. Die Kosten liegen bei etwa 961 000 Euro.

Die Arbeiten zum zweiten und letzten Bauabschnitt zur Renaturierung des Lobachs beginnen am 13. Juli und werden voraussichtlich bis Ende September andauern. Den Zuschlag für die Arbeiten erhielt die Firma Ecosoil Nord West GmbH aus Oberhausen. Das teilte die Stadt mit. Während der Bauzeit ist mit Behinderungen für Spaziergänger durch Baufahrzeuge zu rechnen. Der Lobach entspringt im südlichen Siedlungskern von Remscheid. Er gehört zum Gewässersystem des Eschbachs, welcher bei Solingen-Unterburg in die Wupper mündet. Er befindet sich komplett auf Remscheider Stadtgebiet und ist mit einem Einzugsgebiet knapp unter zehn Quadratkilometern und einer Gesamtlänge von rund 4,2 Kilometern und zwölf Mündungsgewässern der bedeutendste Zufluss des Eschbachs.

Von 1903 bis 1962 wurde im Gewässeroberlauf eine Kläranlage mit Schlammteichen betrieben. In diesem Bereich wurde der Lobach in ein Rohr gefasst. Nach Aufgabe der Kläranlage wurde der verrohrte Bereich großflächig verfüllt und aufgeforstet. Der vorhandene Klärschlamm und die unterirdischen Teile der Kläranlage verblieben vor Ort.

Untersuchungen haben nach Angaben der Stadt gezeigt, dass die Verrohrung unter den ehemaligen Schlammteichen schadhaft ist. Die Klärschlämme weisen Schadstoffgehalte (Schwermetalle, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Mineralölkohlenwasserstoffe) auf, die nicht ausgewaschen werden können. Das Ingenieurbüro Beck aus Wuppertal hat im Auftrag des Fachdienstes Umwelt der Stadt Remscheid eine Planung zur Renaturierung des Lobachs im Bereich der ehemaligen Kläranlage erstellt. Diese Planung berücksichtigt neben den gewässerrelevanten Punkten auch den Natur- und Artenschutz. Ziel ist es, einen guten Zustand des Lohbach wieder zu erreichen. Die Kosten liegen bei 961 000 Euro.

(BM)
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