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Remscheid
"Residenz" für 88 Senioren

Remscheid: "Residenz" für 88 Senioren
Architekt Rüdiger Baum erklärte gestern die Pläne zum Seniorenpark, der an der Königstraße entstehen soll. FOTO: Moll
Remscheid. Ortstermin mit Architekt - geplantes Altenheim an der Königstraße soll etwa in einem Jahr eröffnen. Von Anna Mazzalupi

Noch sieht man nur Betonklötze und ausgehobene Erde. Aber bereits im Oktober 2017 soll das neue Alten- und Pflegeheim eröffnen. "Curata Seniorenresidenz Königstraße" heißt die moderne Einrichtung, die für 88 Bewohner auf dem rund 2900 Quadratmeter großen Grundstück Platz bietet.

Weil sich aber scheinbar lange nichts auf dem ehemaligen Firmengelände an der Königstraße 73 getan hat, lud Bezirksbürgermeister Otto Mähler gestern zum einem Ortstermin ein. Dort erläuterte Architekt Rüdiger Baum, beim Bauträger Lindhorst Gruppe für die Projektsteuerung zuständig, Anwohnern und möglichen Bewohnern, warum es zu der fast eineinhalbjährigen Verzögerung kam.

Die vielen Komplikationen seien beim Kauf nicht absehbar gewesen, erklärte Baum. So hatte man nicht mit einem solch festen Felsboden gerechnet. Die spezielle Hanglage stelle zusätzliche Herausforderungen dar. Mittels Winkelstützwänden soll das Gebäude an Raum gewinnen und optimal stabilisiert werden. Die Anfertigung solcher Stützen dauere bis zu 15 Wochen.

Außerdem mussten sämtliche Leitungen geplant werden, bevor überhaupt das Fundament gegossen werden kann. "Planungstechnisch haben wir uns sehr intensiv damit auseinandergesetzt", betonte Baum. In die Hanglage integriert, werden auf der Rückseite vier Geschosse zu sehen sein, von vorne zwei. Zusätzlich verlor man ein halbes Jahr, weil man auf eine Genehmigung des Landschaftsverbandes warten musste, ergänzte Matthias Gülich, Geschäftsführer von Curata Pflegeeinrichtungen, die als Mieter die Einrichtung betreiben wird. Auch ein Bereich für junge Pflege ist im Gespräch.

Erste Anfragen für Plätze gebe es bereits. Bis zu 45 Mitarbeiter, dazu zählen neben Pflegepersonal auch die eigene Küche sowie Putzdienst, werden ab April 2017 gesucht. Derzeit werden die Vorbereitungen für das Kranfundament ausgeführt, dem späteren Fahrstuhlschacht. Der Kran bleibt bis zum finalen Bauabschnitt stehen. Der Bau des Gebäudes ist in zwei Abschnitte aufgeteilt, sodass für den ersten Abschnitt die freie Fläche als Lagerung genutzt werden kann und im zweiten der bereits stehende Gebäudekomplex.

Mitte Oktober ist die Grundsteinlegung. Nach einem Jahr sollen die ersten Bewohner einziehen. Bis dahin bleibt auch die jetzige Einschränkung für den Verkehr erhalten. Anwohner sollen sich an das Planungsbüro wenden können, versprach Projektleiter Stefan Richter. Flyer mit den Kontaktdaten seien vorbereitet und sollen bald verteilt werden.

Übrigens: Die freibleibende Fläche auf dem Gelände könnte zu einem späteren Zeitpunkt für den Bau betreuter Wohnungen genutzt werden. Planungen dazu gebe es aber noch nicht.

Quelle: RP
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