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Remscheid
Rezepte für eine lebendige Stadt

Remscheid: Rezepte für eine lebendige Stadt
Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz FOTO: Hertgen
Remscheid. OB Burkhard Mast-Weisz will Remscheid attraktiver machen, um den Bevölkerungsschwund so abzubremsen. Von Henning Röser

Dramatischen Einwohnerschwund sagt die jüngste Prognose des Statistischen Landesamtes (IT NRW) der Stadt Remscheid voraus. Im Jahr 2040 könnte die "Seestadt auf dem Berge" demnach nur noch 95 000 Einwohner haben. Ein düsteres Szenario, dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) entgegenwirken möchte. "Wir müssen die Menschen zum Hierbleiben bewegen", sagte er im BM-Gespräch.

An folgenden Stellschrauben möchte die Stadtspitze zu diesem Zweck drehen:

Die Lebensqualität in der Stadt soll steigen. Im Bereich Freizeit und Kultur sollen vor allem den Jüngeren mehr Angebote gemacht werden. Den Spruch "Hier ist doch nichts los", hört der OB viel zu oft. Mit der Eröffnung eines modernen Kinos am Bahnhof sieht Mast-Weisz einen klaren Fortschritt in diese Richtung. Und auch die DOC-Pläne in Lennep verbucht er in diesem Feld. Seine Hoffnung: Mit einem Outlet-Center nahe der Altstadt und einer S-Bahn, die zur Uni Wuppertal fährt, wird Lennep als Wohnstandort auch für junge Leute, auch Studenten attraktiver. Die günstigen Mieten in Remscheid seien hier ein Vorteil.

Remscheid kann für Studenten als Wohnstandort grundsätzlich nur dann attraktiver werden, wenn die Unistädte Köln oder Düsseldorf schneller und einfacher zu erreichen sind als bisher, sagt der OB. Zusammen mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf will er mit dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) Gespräche in diese Richtung führen.

Junge Familien, die ein Einfamilienhaus bauen wollen, finden in Remscheid nicht leicht ein passendes Grundstück. Mit den Flächen am Lenneper Krankenhaus und den Plänen für eine Wohnbebauung am Eisernstein in Lüttringhausen werde sich die Situation verbessern, sagt der OB.

Die Stadt soll an zentralen Stellen ansehnlicher werden. In die geplante Umgestaltung der Alleestraße und ihrer Umgebung setzt der OB große Hoffnung. Fördergelder in Millionenhöhe sind dafür beantragt.

Vorrangiges Ziel der Stadtspitze sei es, die Firmen in der Stadt zu halten und ihnen beste Bedingungen auch für mögliche Erweiterungen zu bieten. Zugleich wolle man für neue Firmen interessant sein. Die Stadt müsse ausreichend Arbeitsplätze bieten.

Zusammen mit den Nachbarstädten Wuppertal ud Solingen soll die Region als Reiseziel für Ausflügler noch besser vermarktet werden. Hier habe die Bergische Entwicklungsagentur (BEA) schon viel erreicht.

Die Universität Wuppertal soll "spürbarer werden in der Stadt" wünscht sich der OB. Schließlich sei es die "Bergische Universität". Mit dem dualen Studium beim BZI und dem An-Institut der FGW gebe es schon erste gute Verbindungen.

Remscheid soll sich selbst als Stadt mit Potenzial nach oben begreifen und sich nicht immer nur schlecht reden, das wünscht sich der OB auch von den Bürgern dieser Stadt.

Quelle: RP
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