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Remscheid
Richtfest in Lüttringhausen: Neue Metzgerei Nolzen bekommt Form

Remscheid. Was sich durch behördliche Auflagen rund drei Jahre verzögert hat, geht jetzt rasant voran. Nach dem Baustart Anfang Mai feierte Bauherr Marcus Weber gestern bereits Richtfest. Wie berichtet, wird das inhabergeführte Metzgereifachgeschäft in Lüttringhausen an einen neuen Standort umziehen. Dazu lässt Marcus Weber an der Ecke Gertenbach-/Kreuzbergstraße einen modernen, lichtdurchfluteten Bau errichten, in den der Verkauf verlagert wird. Zudem wird er dort künftig einen Mittagstisch anbieten. Von Stefanie Bona

Knapp 15 Meter Theke und ein Bereich mit Sitzplätzen sowie eine Außenterrasse mit Sitzmöglichkeiten werden entstehen. Insgesamt ist der Verkaufsraum rund 150 Quadratmeter groß. Im hinteren Teil des Neubaus werden unter anderem moderne Sanitärräume und eine Küche zur Speisezubereitung eingerichtet. Zwei Eingänge sind von der Straßenseite aus vorgesehen.

"Wir sind inzwischen 14 Tage vor unserem eigentlichen Zeitplan. Wenn es so weitergeht, werden wir schon Anfang November eröffnen können", sagte Weber erfreut. Weil das Gebäude in der Umgebung des historischen Lüttringhauser Rathauses entsteht, musste die dort geltende Denkmalbereichssatzung aufgehoben werden, so dass sich die Umsetzung des ambitionierten Projekts in die Länge zog. "Letztendlich zählt das positive Ergebnis, zu dem gute und verlässliche Handwerker beitragen." Architekt Udo Frielingsdorf kann heute gelassen auf das Verwaltungsverfahren zurückblicken. Durch seine Investition sichert Marcus Weber die Arbeitsplätze seiner 20 Mitarbeiter. Und für den Verkauf möchte er einen oder zwei weitere Beschäftigte einstellen.

"Wenn ich nicht an Lüttringhausen glauben würde, hätte ich es nicht gemacht", sagt er in Bezug auf den erwarteten Zulauf der Kunden, die heute schon zahlreich zum Beispiel auch aus Lennep kommen. Früher, so wusste Heimatbund-Vorsitzender Peter Maar zu berichten, habe es in Lüttringhausen zehn Fleischereien gegeben. Heute ist Marcus Weber der einige Metzger vor Ort. Der nicht wegzudiskutierende Trend zur vegetarischen und veganen Ernährung bereitet ihm indes kein Kopfzerbrechen. Mit Qualität und Regionalität will er seine Kundschaft weiterhin von seinen Produkten überzeugen. Und Speisen für Vegetarier werde es beim Mittagstisch künftig auch geben.

Die Resonanz im "Dorf" sei jedenfalls sehr positiv. "Ich glaube, halb Lüttringhausen wundert sich jetzt, wie schnell das alles geht", sagte er schmunzelnd. Auch sein Verkaufsteam sei in gespannter Erwartung auf die Veränderung.

Quelle: RP
 
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